Georgien: zerrissenes Paradies am Schwarzen Meer

Asien / Georgien Ge

9-tägige Kultur- und Begegnungsreise in Kooperation mit taz Reisen
Tbilissi (Tiflis) - Signagi/Pankissi-Tal - Gori - Kutaisi - Batumi

Zerrissen ist das Land durch die Loslösung von Abchasien und Südossetien, paradiesisch ist die Landschaft und die überwältigende Natur. Bei dieser Reise werden wir beide Elemente kennenlernen: den innenpolitischen Druck beim Kontakt mit Vertretern der Zivilgesellschaft, das Paradiesische bei den Ausflügen ans Schwarze Meer und in Kaukasus-Täler – und natürlich bei Musik und gutem georgischen Wein.


Reisecode GET 2011
exklusiv

Grandiose Landschaften und einzigartige Baudenkmäler | Unterwegs am südöstlichen Rand Europas | Gastfreundliche Menschen | Unberührte Natur...

Reiseverlauf
Georgien: zerrissenes Paradies am Schwarzen Meer

Tbilissi
1. Tag: Anreise Die Reisegruppe trifft sich gegen 12 Uhr am Abfluggate des Turkish Airlines-Fluges nach Tbilissi/Tiflis in Istanbul. Ankunft in Tbilissi gegen 16.25 Uhr. Transfer zum Hotel.

Abends Spaziergang im Zentrum von Tbilissi und Abendessen. (-/-/A)
3 Übernachtungen im Hotel in Tbilissi.

 
Tbilissi (Tiflis) - Bäderviertel Abanotubani
2. Tag: Begegnungen und Kultur in der Hauptstadt Tbilissi

Vormittags erkunden wir die Altstadt der georgischen Hauptstadt, die zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt werden soll. Unser Rundgang führt uns zum Rustaweli-Boulevard. Entlang dieser platanengesäumten Flaniermeile befinden sich Theater, Paläste und Wohnhäuser im Stil des Klassizismus, Jugendstils und Barocks sowie das Parlamentsgebäude. Weiter geht es in das Viertel um den ehemaligen Marktplatz, heute der Gorgassali-Platz, wo sich zahlreiche Kirchen sowie die Synagoge befinden. Danach steigen wir auf die noch erhaltene Zitadelle der Narikala-Festung aus dem 4. Jh. und genießen den Ausblick. Zum Abschluss besuchen wir das Bäderviertel Abanotubani. Die ursprünglich 65 Schwefelbäder, von denen heute noch sieben in Betrieb sind, werden seit rund 700 Jahren genutzt. Einer Legende nach verdankt Tbilissi, was "warme Quelle" bedeutet, diesem Ort auch seinen Namen.
Am Nachmittag treffen wir den seit September 2009 amtierenden Ombudsmann für Menschenrechte im georgischen Parlament, Herrn Giorgi Tugushi. Ausklingen lassen wir den ersten Tag in einem Restaurant Radscha mit Köstlichkeiten der landestypischen Küche, wie dem Käsebrot Chatschapuri, und einem Glas guten georgischen Weins aus dem östlichen Landesteil Kachetien. Das Restaurant gehört zu einem Freilichtmuseum, das auf einem Hügel liegt und einen schönen Ausblick über die Neustadt von Tbilissi bietet. Zu Gast wird der Künstler und Vorsitzende der Georgisch-deutschen Gesellschaft, Herr Gocha Gulelauri sein, der uns über aktuelle Entwicklungen in der georgischen Kulturszene und die Arbeit seiner Organisation berichtet. (F/-/A)

 
Gespräche in Tbilissi mit Vertretern der Crisis-Group und der Leiterin des Kaukasischen Hauses in Tbilissi
3. Tag: Tbilissi – Gespräche

Am Vormittag treffen wir uns mit einem Vertreter der Crisis-Group, der uns einen aktuellen Bericht über die Lage in den beiden Landesteilen Südossetien und Abchasien geben wird. Beide Regionen haben sich nach dem Krieg zwischen Georgien und Russland im August 2008 für unabhängig erklärt.
Am Nachmittag treffen wir uns mit Naira Gelaschwili. Die Germanistin und Übersetzerin leitet das Kaukasische Haus in Tbilissi - eine Einrichtung, die sich besonders für die Aussöhnung zwischen den Völkern des Kaukasus einsetzt.
Sie begleitet uns morgen auf einem Ausflug in das Pankissi-Tal (falls die Sicherheitslage es erlaubt). Das Tal liegt im Nordosten des Landes an der Grenze zu Tschetschenien. Derzeit leben hier mehrere tausend tschetschenische Flüchtlinge, die ab 1994, dem Beginn des 1. Tschetschenienkrieges, ihre Heimat verlassen haben. Russland behauptet, das Pankissi-Tal sei eine Rückzugsbasis für tschetschenische Rebellen und beschuldigte Georgien, diesen Zustand zu dulden.
Am Abend können wir gemeinsam das lebendige Kneipenviertel in der Achwlediani-Strasse besuchen. (F/-/A)

 
Grosse_Kaukasus
4. Tag: Tbilissi / Pankissi-Tal – Fahrt nach Signagi

Am frühen Morgen fahren wir heute in Begleitung von Naira Gelaschwili vom Kaukasischen Haus nach Osten. Wir besuchen unterwegs u.a. mehrere Klöster und kommen dann nach Signagi, die ehemalige Residenz des letzten Königs von Georgien. Vor allem Architekturinteressierte dürften hier auf ihre Kosten kommen. Rund 75 Prozent der Häuser der Stadt, die auf einem Hügel liegt, stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert, viele davon stehen unter Denkmalschutz. 2007 wurden die meisten Gebäude umfassend restauriert und die Infrastruktur modernisiert. In Signagi werden wir auch übernachten. (F/-/A)

1 Übernachtung im Hotel in Signagi (einfach).

 
Ohrringe
5. Tag: Nukriani

Am Vormittag fahren wir in das Dorf Nukriani, das auf rund 1000 Metern Höhe liegt: der höchste Punkt in Ostgeorgien. Von dort bietet sich ein interessanter Ausblick auf das Alasanital, das bis zum kleinen Kaukasus reicht.
In der mit ausländischen Stiftungsgeldern restaurierten Schule des Dorfes, in dem derzeit 700 Familien leben, führt das Kaukasische Haus (Tbilissi) mehrere Projekte für Flüchtlingskinder durch. Frau Gelaschwili wird uns einen Einblick in diese Aktivitäten geben – dazu gehören unter anderem drei Kunstwerkstätten für Schmuck und Pelze - und wir haben die Möglichkeit zu Gesprächen mit beteiligten Schülern. Bestimmt bleibt auch noch etwas Zeit, um ein wenig Dorfluft zu schnuppern und die Gastfreundschaft der Georgier kennen zu lernen. Wie lautet doch eines ihrer Sprichwörter: "Ein Gast wurde von Gott geschickt!"
Am Nachmittag Rückfahrt nach Tbilissi, wo wir wieder unser Hotel beziehen und auch zu Abend essen werden. (F/-/A)

2 Übernachtungen im Hotel in Tbilissi.

 
Gespräch in Tbilissi mit der Oppositionspolitikerin und Abgeordneten Nino Berdzanatze
6. Tag: Gespräch – Tbilissi

Am Nachmittag haben wir die Möglichkeit zu einem Gespräch mit der Oppositionspolitikerin und Abgeordneten Nino Berdzanatze. Danach besteht Gelegenheit, Tbilissi auf eigene Faust weiter zu erkunden. (F/-/A)

 
Festung
7. Tag: dreitätige Fahrt zum Schwarzen Meer über Gori nach Kutaisi

Übernachtung in einer Privatunterkunft in Kutaisi (einfach). (F/-/A)

 
8. Tag: Kutaisi – Batumi

Bei einem Stadtrundgang durch Kutaisi können wir am Vormittag das Museum für Ethnografie und Geschichte sowie die Bagrati-Kathedrale, ein UNESCO-Weltkulturerbe, besuchen.
Mittags machen wir uns auf den Weg an die Schwarzmeerküste nach Batumi, die regionale Hauptstadt der autonomen Republik Adscharien. Batumi ist heute der Haupthafen Georgiens sowie wichtigster Umschlagplatz für Erdöl aus Aserbaidschan, Kasachstan und Turkmenistan. Vor allem Tee und Zitrusfrüchte werden von hier aus exportiert. Nach unserer Ankunft in Batumi schlendern wir durch die Stadt bis zur berühmten 800 Meter langen, palmengesäumten Uferstrasse Primorski Boulevard, die gerade mit internationalen Geldern auf 5000 Meter ausgebaut wird. Ihr südländischer Flair betört alle Spaziergänger.
Beim Abendessen besteht die Möglichkeit zum Gespräch über die aktuelle politische Situation in Adscharien mit Vertretern der Opposition. Übrigens: Schon der russische Schriftsteller Konstantin Paustowski (1892 - 1968) wusste, dass man hier die besten Schaschliks im ganzen Kaukasus finden kann. (F/-/A) 

2 Übernachtungen im Hotel in Batumi.

 
Kasbek
9. Tag: Ausflug an das Grüne Kap – Heimflug

Am Vormittag machen wir einen Ausflug an das Grüne Kap, in den Botanischen Garten. Auf dem 114 Hektar großen Areal, das sich über mehrere Hügelketten erstreckt, werden 5000 Arten von Pflanzen gezeigt, darunter etwa 3300 Baumarten. Begleitet werden wir von einem Vertreter der Naturschutzorganisation "Flora und Fauna", der uns über neueste Entwicklungen auf dem Gebiet des Naturschutzes berichten wird. 

Nachmittags Transfer zum Flughafen Batumi. Von dort fliegen wir gegen 18.10 Uhr nach Istanbul und weiter nach Deutschland. (F/-/-)

 
 

(Verpflegung: F = Frühstück, L = Lunchpaket, M = Mittagessen, A = Abendessen)

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