Gorillababy im Volcaneos Nationalpark in Ruanda hält sich an einem Ast fest.

Ruanda-Reisen

Land der tausend Hügel

Die tragische Vergangenheit des Staates berührt zutiefst und ist vielen noch in lebhafter Erinnerung. Zeit, einen Blick auf das neue, aufstrebende Ruanda zu werfen. Das üppig grüne Hochgebirge wirkt magisch, wie es im Nebel liegt. Hier, in den dichten Wäldern des Vulkan-Nationalparks, treffen Sie auf einige der letzten wildlebenden Berggorillas. Neben der beträchtlichen Tier- und Pflanzenwelt bezaubert eine Ruanda-Reise nicht zuletzt mit der außerordentlichen Herzlichkeit und Offenheit der Bevölkerung.


Unsere Ruanda-Reisen


Maßgeschneidert & individuell

Wer hat eigentlich gesagt, dass das Leben kein Wunschkonzert sei?

 Sie wollen die Kapverden zu Fuß erleben oder den Kilimanjaro beisteigen, an allen Reisfeldern Vietnams entlang radeln und in Uganda die Gorillas bestaunen? Bei einer nur für Sie gestalteten Reise bringen Sie Ihre Vorstellungen und Reisewünsche mit in die Reiseplanung ein und sind mit Ihrem persönlichen lokalen Guide, Ihrem Driver-Guide oder per Mietwagen unterwegs.

Wie beim Schneider stecken wir die Nadeln ab, Sie brauchen nur noch hinein zu schlüpfen in Ihr maßgeschneidertes Reiseerlebnis. Sagen Sie uns, wann es losgehen soll und wohin. Alles andere ist in besten Händen.

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Grüne Terrassenfelder an einem Berg im Muvamba River Valley in Ruanda.

Land & Leute

Ruanda wird aufgrund seiner gebirgigen Struktur auch „Land der tausend Hügel“ genannt. Die Landschaft ist äußerst abwechslungsreich. Insgesamt gibt es drei Nationalparks in Ruanda: den Vulkan-Nationalpark, der sich in erster Linie dem Schutz der Berggorillas widmet, den Nyungwe-Wald, bekannt für seinen immergrünen Bergregenwald, und den Akagera-Nationalpark, der über eine tierreiche Savannenlandschaft verfügt.

Höhepunkt für viele Ruanda-Reisende ist ohne Zweifel das Trekking zu den wild lebenden Gorillas im Vulkan-Nationalpark. Bei diesem besonderen Erlebnis kann man sich mitten im dichten Wald dem bis zu zwei Meter großen „Silberrücken“ und seiner Familie bis auf wenige Meter nähern. Ruanda gehört zu den wenigen Orten, an denen man Berggorillas findet. Man geht momentan von etwa 880 lebenden Tieren aus. Laut WWF trägt der eingeschränkte Gorilla-Tourismus maßgeblich zum Überleben der „sanften Riesen“ bei. Durch den Artenschutz konnte der Bestand der Berggorillas in den vergangenen Jahren sogar gesteigert werden.

Neben dem Tier- hat auch der Umweltschutz einen hohen Stellenwert in Ruanda. Bereits seit 2008 herrscht ein striktes Plastiktütenverbot, was dazu geführt hat, dass die Hauptstadt Kigali sich mittlerweile zu einer der saubersten Städte Afrikas entwickelt hat. Der Boden, das größte Kapital des Landes, wurde allerdings über lange Zeit durch die Subsistenzwirtschaft der Ruander stark beansprucht und ausgebeutet. So entstand immer mehr Bodenerosion, und auch der Waldbestand wurde durch Abholzung immer mehr verringert. Mittlerweile wird diesen Problemen mit konkreten Maßnahmen entgegengewirkt. So wurden beispielsweise Baumschulen gegründet, und Kinder lernen bereits in der Schule auf „Übungsfeldern“, wie Anbaumethoden verbessert und Naturschutz umgesetzt werden kann. Ein weiterer Fortschritt ist die Ausbildung sogenannter Agrarberater, dies erfolgt in Kooperation mit Universitäten im Ausland.

Sehenswürdigkeiten und Erlebnisse in Ruanda

  • Berggorilla-Trekking: Im Parc National des Volcans leben einige der letzten Berggorillas unserer Erde. Die Wanderung zum Aufenthaltsort der Menschenaffen ist schon alleine ein Highlight, aber den Moment, wenn man ihnen mit nur ein paar Metern Abstand gegenübersteht, vergisst man niemals.
  • Wanderung im Nyungwe-Wald: Er gehört zu den ältesten und artenreichsten Bergwäldern Ostafrikas und hat eine der weltweit höchsten Primatendichten. Auf dem 50 Meter hohen Baumkronenpfad kann man zwischen den Wipfeln ganz neue und einzigartige Einblicke gewinnen.
  • Genozid-Museum in Kigali: Der Völkermord an den Tutsi hat Mitte der 1990er Jahre etwa einer Millionen Menschen das Leben gekostet. Um das Land zu verstehen, ist es wichtig, sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen.
  • Entspannen am Lake Kivu: Auch wenn Ruanda ein Binnenland ist, hat es dennoch eine tropische Küste und zwar am Kivusee, der eingebettet zwischen Hügeln und Vulkanen nahe der Grenze zum Kongo liegt.
  • Radtour auf dem Congo Nile Trail: Der Trail führt entlang des Kivu Lake durch Berge, über Bäche, an Wasserfällen und Dörfern vorbei. Eine wunderbare Möglichkeit, die Landschaft zu bewundern und das alltägliche Leben der Bewohner kennenzulernen.
Zebras stehen vor einem Wald im Akagera Nationalpark in Ruanda.
Frau trägt einen Sack auf dem Kopf durch eine kleine Gasse in Kigali.
Eine Frau geht über eine Hängebrücke des Baumkronenpfads im Nyungwe Nationalpark in Ruanda.
Landschaft mit Blick auf die Virunga Vulkane im Nationalpark in Ruanda.

Ruanda Wetter & Klima

Durch die Lage am Äquator ist das Klima in Ruanda ausgeglichen tropisch und aufgrund der Höhenlage konstant angenehm milde Jahreszeiten im europäischen Sinne gibt es nicht. Die Temperaturen bewegen sich im Bereich zwischen 15 und 27 Grad Celsius. In höher gelegenen Regionen können die Temperaturen auch in den Minusbereich absinken; in der Virunga-Vulkangegend fällt unter Umständen sogar Schnee.

In der Periode von Mitte März bis Juni spricht man von der großen Regenzeit. Durch die mitunter großen Wassermassen, die in diesen Monaten fallen, ist Ruanda ein für Afrika sehr grünes Land. Die kleine Regenzeit findet in den Monaten November und Dezember statt. Die Trockenzeit erstreckt sich dementsprechend von Juni bis Oktober. Der Klimawandel hinterlässt auch in Ruanda seine Spuren, denn die Regenzeiten haben sich in den letzten Jahren ein wenig nach vorne verschoben. Auch lassen sich Regen- und Trockenzeiten nicht scharf voneinander abgrenzen, ganzjährig muss mit vereinzelten, teils heftigen Regenschauern gerechnet werden. Dennoch gibt es auf den wichtigsten Routen aufgrund der gut asphaltierten Straßen auch in der Regenzeit keine Einschränkungen.

Wann ist die beste Reisezeit für Ruanda?

Die beste Reisezeit für Ruanda liegt in der Trockenzeit von Juni bis September. Generell kann das Land aber ganzjährig bereist werden, da auch während der Regenzeit die Straßen meist gut passierbar sind und man auch bei den Aktivitäten auf nichts verzichten muss.

Essen & Trinken in Ruanda

Es gibt eine breite Palette internationaler Speisen in Ruanda. Allerdings sollten Sie es nicht versäumen, die landestypischen Gerichte zu probieren. Das hiesige Leibgericht ist Matoke, ein fester Brei aus Kochbananen, der mit einer großen Auswahl an Soßen serviert wird.

Achten Sie darauf, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Trinkwasser wird an jeder Straßenecke verkauft. Leitungswasser sollten Sie eher vermeiden.

Praktische Reiseinformationen für Ruanda

Sicherheit

Ruanda gilt als vergleichsweise sicher. Sie können sich also ohne Angst auch nach Sonnenuntergang in den Orten frei bewegen. Dennoch möchten wir Sie auf ein paar Dinge hinweisen:

  • Im unmittelbaren Grenzgebiet sind grenzüberschreitende Auswirkungen von Konflikten in/mit den Nachbarländern nicht auszuschließen, die Grenzen gelten aber seit vielen Jahren als stabil.
  • Zum Schutz auf Ihrer Reise empfiehlt es sich, die gängigen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten und beispielsweise nachts nicht alleine durch menschenleere Gassen zu gehen.
  • Tragen Sie Ihre Wertsachen nah am Körper oder deponieren Sie sie sicher im Hotelsafe.
  • Beim Besuch von Märkten, Busplätzen und anderen stark frequentierten Orten sollte man sich vor Taschendieben in Acht nehmen.
  • Nehmen Sie eine Fotokopie Ihres Reisepasses und der wichtigsten Dokumente mit. Bei Verlust der Reisedokumente ist es dann leichter, Ersatz zu beschaffen. Bewahren Sie diese Kopien in Ihrem Gepäck, getrennt von den Originalen, auf.

Detaillierte Informationen zur aktuellen Sicherheitslage im Land erfahren Sie unter https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/ruanda-node/ruandasicherheit/212026 und natürlich auf Nachfrage direkt bei uns.

Sprache und Kultur

Kinyaruanda ist die Muttersprache der Ruander und wird von allen Bewohnern gesprochen. Ebenso sind die weiteren offiziellen Amtssprachen Englisch und Französisch weit verbreitet und im Umgang mit internationalen Gästen üblich. Darüber hinaus sprechen einige Ruander auch Kisuaheli.

Visum und Einreise

Für die Einreise nach Ruanda benötigen EU-Bürger und Schweizer einen Reisepass, der noch sechs Monate gültig ist und mindestens zwei freie Doppelseiten enthält, sowie ein Visum. Das Visum muss online unter https://visas.immigration.go.ug/ beantragt werden. Für die Online-Beantragung des Einzelvisums benötigen Reisende eine Kopie ihres Reisepasses, den Nachweis einer Gelbfieberimpfung sowie ein digitales Passbild. Die Visagebühr beträgt 50 US-Dollar. Der Antrag kann frühestens drei Monate vor Einreise gestellt werden, der späteste Zeitpunkt zur Visums-Beantragung ist 1 Woche vor Einreise. Nach Prüfung der Unterlagen erhält der Antragsteller ein „Entry Permit“, welches in ausgedruckter Form bei Einreise mitzuführen ist.

Die Einreisebedingungen für weitere Nationalitäten teilen wir Ihnen gerne auf Anfrage mit. Bitte beachten Sie, dass jeder Reisende grundsätzlich für die Einhaltung der Einreisebestimmungen selbst verantwortlich ist.

Stromspannung

In ganz Ruanda muss mit gelegentlichen Unterbrechungen der Stromversorgung gerechnet werden, da diese nicht durchgehend gewährleistet ist. Eine kleine Taschenlampe ist daher für die Abende sinnvoll. Soweit vorhanden, werden in den Lodges Generatoren eingesetzt.

Die Stromspannung in Ruanda beträgt 240 Volt. In der Regel finden Sie belgische/französische Steckdosen vor, so können Sie Ihre in Deutschland üblichen Zweipolstecker nutzen.

Gesundheit

Impfungen

Für die Einreise nach Ruanda wird empfohlen, die Standardimpfungen gemäß dem aktuellen Impfkalender des Robert-Koch-Instituts vor der Reise zu überprüfen und zu vervollständigen, siehe www.rki.de. Außerdem ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung erforderlich. Bei der direkten Einreise aus Europa (Direktflug) nach Ruanda sind keine weiteren Pflichtimpfungen vorgeschrieben.

Unter Umständen ist eine Malariaprophylaxe ratsam. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden. Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird Reisenden empfohlen, helle körperbedeckende Kleidung zu tragen, ganztägig Insektenschutzmittel auf freie Körperstellen aufzutragen und unter Moskitonetzen zu schlafen.

Ein Großteil der Seen in Ruanda ist von Bilharziose betroffen. Mit dieser tropischen Infektionskrankheit kann man sich beim Aufenthalt in den betroffenen Gewässern anstecken. Bitte vermeiden Sie daher das Baden in diesen Seen.

In Ruanda ist die Immunschwächekrankheit HIV/AIDS weit verbreitet. Zwar hat sich in den letzten Jahren im Bereich der Neuansteckung einiges getan, dennoch sollte man beispielsweise bei offenen Wunden die üblichen Schutzmaßnahmen ergreifen.

Reiseapotheke

Da die Möglichkeiten vor Ort beschränkt sind, sollten Medikamente in ausreichender Menge mitgenommen werden (z.B. Magen-Darm-Präparate). Wir empfehlen in jedem Fall den Abschluss einer privaten Auslandsreise-Krankenversicherung mit garantiertem Krankenrücktransport (Ambulanzflug, z.B. über den ADAC).

Sonnenschutz

Die Sonneneinstrahlung ist in Ruanda sehr intensiv. Vor allem an den ersten Reisetagen sollte auf ausreichend Schutz geachtet werden. Nehmen Sie daher genügend Sonnencreme (mindestens Schutzfaktor 30) von zu Hause mit.

Für detaillierte Informationen besuchen Sie bitte die Seite des Auswärtigen Amtes (www.auswaertiges-amt.de) oder wenden sich an Ihren Tropenmediziner.

Währung

Die Währung in Ruanda ist der Ruanda Franc (RWF). Der Wechselkurs zum Euro beträgt etwa 1 € = 1.026 RWF (Stand Mai 2019). Den tagesaktuellen Wechselkurs finden Sie unter www.oanda.com/lang/de/currency/converter. Es gibt Münzen im Wert von 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Franc sowie Banknoten im Wert von 500, 1000, 2000 und 5000 Franc.

Idealerweise sollten Sie eine Kreditkarte mitnehmen, da das Geldabheben am Automaten mit der Maestro-Karte nicht immer möglich ist. Mit einer Kreditkarte können Sie an nahezu allen Geldautomaten problemlos abheben und in größeren Hotels, bei Tourenveranstaltern und einigen Geschäften in den großen Städten zahlen. Nach der gängigsten Kreditkarte VISA wird meist auch MasterCard und Diners Club akzeptiert.

Zusätzlich sollten Sie sich eine Bargeldreserve mitnehmen, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Euro und US-Dollar sind dabei gleichwertig. Pro Person sollten dies etwa 250 Euro sein.


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