Montenegro - aktiv und vielfältig
Als Selbstfahrer durch den kleinen Balkanstaat
Vom 23. Juli bis 05. August begab sich unser Reisegast Dietmar P.H. in Begleitung auf eine Reise durch Montenegro. In seinem nachfolgenden Bericht erfahren Sie, wie er den oft übersehenen Balkanstaat als Selbstfahrer auf unserer Individualreise “Kleines Land aktiv und vielfältig” erlebte:
Montenegro, ein Land, das in den Reisedestinationen immer mehr in den Vordergrund rückt und doch noch so unbekannt ist. Das hat uns bewogen, dieses Land jetzt zu bereisen und nicht zu warten. Die Reiseroute, die Art der Unterkünfte und die geplanten und zusätzlich möglichen Aktivitäten haben uns überzeugt, diese Reise als Selbstfahrer zu buchen.
Die ersten Tage: Wandern
Der Flug nach Podgorica, ein Katzensprung, das Mietauto, man merkt, man ist am Balkan angekommen. Trotz einiger Bedenken nach den ersten 5 Kilometern ... das Auto hat gehalten und uns sicher durch die 14 Tage gebracht. Podgorica, nicht gerade ein Highlight und nicht umsonst auch „das große Dorf“ genannt, hält uns nur einen Abend im Bann.
Am nächsten Morgen starten wir Richtung Norden, durch den beeindruckenden Moraca-Canyon mit Kloster und der Möglichkeit, sich in ruhigen Wäldern mit glasklaren Flüssen die Beine zu vertreten.
Die nächsten Tage: wandern - wir starten bei 1.800 Metern und besteigen den Berg bei Crna Glava mit 2.139 Metern Höhe und einer prachtvollen Aussicht über fast ganz Montenegro.
Dann schon das nächste Highlight, die Tara-Schlucht mit der berühmten Brücke bei Djurdevica mit einem Blick in eine bis zu 1.300 Meter tiefe Schlucht und weiter zum Durmitor-Nationalpark. Wir wandern zu den drei Bergseen im Nationalpark.
Tag 5: Pluzine und der Pivsko-See
Durch den Nationalpark Durmitor nach Pluzine über die Panoramastraße P14 auf einen Pass auf 2.000 Metern Höhe, beeindruckend, landschaftlich traumhaft und dann liegt der Pivsko-See vor unseren Augen. Hier wurde der Ort Pluzine 1971 bis 1976 nach der Errichtung der 220 Meter hohen Talsperre und der Aufstauung der Piva geflutet und am neuen Ufer neu errichtet.
Rafting am Tara-Fluss & weiter nach Süden
Wandern an der bosnischen Grenze - vor Bären warnen uns Hinweisschilder, gesehen oder gehört haben wir keinen. Rafting am Tara-Fluss, unzählige Boote, hineingezwängt in den Neoporenanzug, nicht allzu starkes Wasser, trotzdem ein Erlebnis. Rudern dazwischen wird fast etwas mühsam. Zum Abschluss ein kurzes Eintauchen am Zusammenfluss von Tara und Piva.
Die nächsten Tage geht es Richtung Süden, der Besuch des Ostrog-Klosters ist dabei ein unbedingtes Muss. Anstellen, es gehört hier dazu in einem der wichtigsten Wallfahrtsorte des Balkans, und einen Besuch der Höhlenkapelle sollte man sich trotz der Menschenmassen nicht entgehen lassen.
Tag 7 & 8: Am Skadar-See
Dann erreichen wir den Skadar-See. Die vorgesehen Radtour am Nachmittag bei 35 Grad ist eher als mühsam zu bezeichnen; die Räder passen verständlicherweise nicht so, wie die eigenen zu Hause, daher beenden wir die Qual nach 30 Minuten. Die Bootsfahrt am nächsten Morgen mit Milica und ihrem Boot war toll. Ein unbedingtes Muss, aber im Sommer besser am Vormittag!
Tag 9: Cetinje & der Lovcen-Nationalpark
In die alte königliche Hauptstadt Cetinje, ob ihrer architektonisch interessanten Gebäude. Sie wirkt bei unserem Besuch so um die Mittagszeit etwas verschlafen.
Das Mittagessen bei einem Imker wird begleitet von schmackhaften, hausgemachten Likören und Schnäpsen. Schade, dass wir mit dem Auto unterwegs sind. Hier lernen wir auch unseren Guide, die nette Gabrijela kennen. Es geht weiter zur Wanderung mit ihr in den Lovcen-Nationalpark . Zum Abschluss führt sie uns zur „Monte 1350 Bar“, bei einem kühlen Bier genießen wir den Top Ausblick von 1.350 Metern in die Kotor-Bucht. Der Barbetrieb, unglaublich. Da muss man gewesen sein!
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Tag 10: Über Das Mausoleum Njegos …
Ehe wir uns am nächsten Tag über die spektakuläre P1-Straße mit 25 Serpentinen auf Meereshöhe nach Kotor begeben, besuchen wir das Mausoleum des Dichters und Herrschers Njegos auf 1.657 Metern Höhe und dabei die „letzten Meter“ über 500 Stufen!!! Der Ausblick belohnt die Anstrengung.
… nach Kotor
Dann geht es Richtung Kotor-Bucht. Die Bergstraße hinunter, eine Herausforderung: Zu empfehlen: am frühen Vormittag hinunter, denn der Gegenverkehr wird immer mehr. Zu den Straßen in Montenegro ein paar Bemerkungen: Überlandstraßen gut ausgebaut und gut zu befahren. Die Bergstraßen, ein eigenes Kapitel: eng, Schlaglöcher und Bankette, zum Teil eine Gefahr für den PKW und dann der Gegenverkehr, besonders der einheimische, rasant und flott - also immer bremsbereit!
Wir haben unser Quartier, Klinci Village Resort, jetzt für vier Nächte auf der Halbinsel Lustica. Wir lernen das Fischerdorf Rose kennen, fahren mit dem Wassertaxi nach Herceg Novi und Perast, baden in herrlichem Meerwasser und genießen die Kulinarik der Gastronomie.
Kotor, schön zum Anschauen, wenn keine Kreuzfahrtschiffe in der Bucht liegen. Die Verkehrssituation, ein Wahnsinn. Parkplätze sind ab dem Vormittag Mangelware. Aber man muss sich den Touristenströmen stellen. Die Stadt ist einfach sehenswert.
Am letzten Tag, Fahrt zum Flughafen Podgorica über Budva und Cetinje, Auto am Airport Parkplatz abgestellt, KFZ-Schlüssel auf den Vorderreifen und zum Prozedere einer Flugreise in den Flughafen.
Eine tolle Reise: ein tolles Programm, mit neuen Eindrücken, tollen Unterkünften, von denen wir keine besonders hervorheben wollten, freundliche Menschen kennen gelernt und betreut von einer äußerst kompetenten Agentur. Danke dafür.
REISEN MIT SINNEN dankt Dietmar herzlich für den stimmungsvollen Text und die Fotos.
Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter – melden Sie sich einfach direkt bei unseren Reise-Experten, telefonisch oder per E-Mail.
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