Tansania für Selbstfahrer – die etwas andere Safari!

Unser Reisegestalter Marcus ist gerade frisch zurück von einer spannenden Informations-Reise durch Tansania. Dort hat er vor allem für Sie als unsere Reisegäste recherchiert, denn er möchte Selbstfahrer-Reisen in Tansania bei Reisen mit Sinnen fest etablieren. Er freut sich darauf, seine Erlebnisse und Gedanken hier mit Ihnen zu teilen:

 

Als ich nach rund 2.500 zurückgelegten Kilometern quer durch Tansania, unzählbaren lustigen, spannenden und bewegenden Momenten, einer Vielzahl an Hotelinspektionen und Pirschfahrten, zehn schmackhaften Spanish Omelettes sowie einem Kilo Pistenstaub im Gepäck am Abend des 29.09.2019 den Flughafen von Dar-es-Salaam erreichte, war mir eines klar: Ich hatte für die „(Afrika-) Selbstfahrer“ unter Ihnen eine vielversprechende neue Reiseidee gefunden. Und mein erstes Frühstück in Deutschland sollte definitiv kein Eier-Frühstück sein. Doch fangen wir erst einmal ganz von vorne an...

Unsere Reise begann 10 Tage vorher mit der Ankunft am Kilimandscharo-Flughafen in Nordtansania und einer Übernachtung in der Chanya Lodge in Moshi, am Fuße von Afrika‘s höchstem Berg. Nach einem kühlen Bier um Mitternacht – selbstverständlich einem „Kilimandscharo“ – lernte ich den Rest der Truppe und die Deutsche Agenturleitung kennen. Im Morgengrauen trafen wir uns dann auch schon wieder am Parkplatz der Lodge, zur Übernahme unserer Wegbegleiter für den anstehenden Trip: Die Mietwagenflotte unserer Agentur besteht ausnahmslos aus Allrad-Doppelkabinen-Pickups der Marke Tata, welche bestens auf die Straßenverhältnisse Tansanias abgestimmt sind. Die Mietwagen werden von unserer Agentur vor Ort während der gesamten Reise verfolgt, sind alle mit einem Smartphone, Reserverad und einem „Erste Hilfe-Kopf“ ausgestattet. Zur Navigation erhalten die Gäste eine sehr detaillierte Routenbeschreibung in Deutsch inkl. aller lohnenswerten Ausflugszielen unterwegs. Zudem ist je nach Gebiet eine Navigation per APP möglich und stellt eine gute Ergänzung zur Routenbeschreibung da. Entlang der Route werden die Fahrzeuge alle 2-3 Tage von einem Spezialisten gecheckt und ggfs. in Stand gesetzt. Wer möchte, kann zudem ein halbtägiges Fahrtraining mit Guide zu Beginn der Reise buchen.

Nach der ausführlichen Einweisung zur Technik, zu den unterschiedlichen Straßentypen, den offiziellen und inoffiziellen Verkehrsregeln sowie dem Versprechen, dass man die Allradfunktion in Tansania eigentlich gar nicht benötigt, starteten wir mit einer „Dreierkolonne“ zu unserem ersten Ziel und Highlight, dem aufgrund seiner hohen Elefantendichte weltweitbekannten Tarangire-Nationalpark.

Allesamt waren wir gespannt auf das „Selbstfahren“ in Tansania und auf die bevorstehenden Ziele.

Und Überraschend schnell gewöhnten wir uns an unsere Fahrzeuge, das bunte Treiben auf den Straßen Tansanias und den Linksverkehr – auch wenn hin und wieder mal ein Spurwechsel durch Scheibenwischen angezeigt wurde. Nach ca. fünf Stunden Fahrtzeit erreichten wir den Nationalpark, erledigten die Eintrittsformalitäten inklusive der Zahlung der Nationalparkgebühren in gewohnter afrikanischer Geschwindigkeit und traten unsere Nachmittags-Pirschfahrt entlang des Tarangire-Flusses. In Tansania können nahezu alle Nationalparks in Eigenregie erkundet werden und gleichzeitig gibt es die Möglichkeit, am Parkeingang einen Ranger anzuheuern. Viele Lodges in den Nationalparks bieten zudem fakultative, geführte Pirschfahrten an, die vorab oder vor Ort hinzu gebucht werden können. Die ersten Elefanten ließen nicht lange auf sich warten, gefolgt von Antilopen, Warzenschweinen, Zebras und sogar einem Löwen. Pünktlich zum Sonnenuntergang erreichten wir die  Simba Lodge am Rande des Parks und beendeten unseren erlebnisreichen ersten Tag mit einem Sundowner auf der Terrasse, mit Blick auf ein unter Großwild heiß begehrtes Wasserloch.

Am nächsten Tag traten wir unsere Reise in den immer noch sehr unbekannten Süden des Landes an, auf welchen ich besonders gespannt war. Tummeln sich in dem unter Safari-Freunden begehrten Norden (zu recht) immer wieder mal die Safari-Landcruiser, trifft man schon zwei Stunden südlich von Tarangire (zu unrecht) nur noch selten auf Touristen. Auf unserer Tagesetappe auf der neu asphaltierten und vergleichsweise wenig frequentierten Fernstraße nach Iringa machten wir halt an der UNESCO-Weltkulturerbestätte in Kondoa und besuchten mit einem lokalen Führer die bis zu 50.000 Jahre alten Felsmalereien. Pünktlich zum Mittagessen erreichten wir die Landeshauptstadt Dodoma, wo wir auf einem Weingut zum Mittagessen eingeladen waren. Die Gastgeberin verwöhnte uns mit köstlichen, italienisch-tansanischen Speisen und schmackhaften Tropfen der Region. Die an das Weingut angrenzende Lodge ist eine Oase der Ruhe inmitten der Hauptstadt und die perfekte Übernachtungsmöglichkeit auf dem Weg gen Süden. Für uns stand (leider) ein zeitiger Abschied an, denn wir hatten ja noch eine halbtägige Fahrt durch das südliche Hochland vor uns und wollten selbstverständlich Iringa vor Einbruch der Dunkelheit erreichen.

Die Stadt Iringa ist die „Drehscheibe“ des Südens und der Ausgangspunkt zum Ruaha-Nationalpark, dem größten Nationalpark Tansanias. Doch auch das friedliche Iringa selbst ist ein lohnenswerter Zwischenstopp, um zum Beispiel bei einem Marktbesuch in den tansanischen Alltag einzutauchen oder einen Sonnenuntergang auf dem Gangilonga-Felsen über der Stadt zu genießen.

Der folgende Besuch des Ruaha-Nationalparks wurde mein persönliches Highlight der Reise.

Der Park ist eines der bestgehütesten Geheimnisse Tansania und es verirren sich noch sehr wenige Touristen hier her. Landschaftlich beeindruckend ist er durch das bergige Umland und die tierreichen Sandbänke entlang des Ruaha-Flusses. Man sagt, dass 10% der weltweiten Raubkatzenpopulation dort leben und auch wir wurden schnell fündig. Zudem sind die Flussufer beliebte Aufenthaltsorte für Elefantenherden. Gerade als Selbstfahrer lohnt es sich, die höheren Kosten in Kauf zu nehmen und eine Unterkunft direkt im Nationalpark zu buchen. Wir übernachteten in der Ruaha River Lodge. Die Steinhäuschen sind entlang des Flusses gebaut und man kann vom Bett aus den Elefanten beim Plantschen zu hören. An der Feuerstelle gesellt man sich quasi zu den nachtaktiven Flusspferden. Von der Unterkunft aus kann man mit dem Mietwagen in Eigenregie auf Safari gehen oder geführte Pirschfahrten im offenen Safari-Fahrzeug unternehmen.

Nach zwei Übernachtungen nahmen wir schweren Herzens Abschied und traten unsere Weitereise über den Mikumi-Nationalpark an die Küste an. Die Küste Tansanias am Indischen Ozean bietet gerade bei Pangani und Bagamoyo sehr idyllische Strände, welche durchaus mit denen auf dem vorgelagerten Sansibar mithalten können. Wir verbrachten die letzten Tage unserer Reise in dem einsam, ca. 30 Kilometer südlich von Pangani, gelegenen Kijongo Bay Strandhotel. Die vorbildlich nachhaltige Unterkunft besteht aus sieben doppelstöckigen Bungalows an einem weitläufigen Palmenstrand. Entspannung ist hier garantiert und es besteht sogar die Möglichkeit, mit Meeresrauschen auf der Schlafcoach auf dem Balkon zu nächtigen. Lediglich muss man sich vor den herabfallenden Kokosnüssen in Acht nehmen.

Ich war durchaus überrascht, wie unbeschwert eine Mietwagenreise durch Tansania sein kann. Das richtige Fahrzeug und die nötige Logistik im Hintergrund natürlich vorausgesetzt. Ich empfehle eine derartige Reise denjenigen unter unseren Gästen, die begeisterte Selbstfahrer sind, sich als sehr gute Autofahrer einschätzen und keine Berührungsängste haben. Eine gewisse Offenheit für das Unbekannte sollten Sie mitbringen. Afrika-Erfahrung sehe ich als Vorteil, jedoch nicht als zwingend erforderlich.

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Sehr gerne beraten wir Sie zu Selbstfahrer-Reisen in Tansania und stellen Ihnen Ihre persönliche, maßgeschneiderte Mietwagenreise zusammen. Wer sich auf Reisen lieber zurücklehnt und die Verantwortung einer professionellen, tansanischen Reiseleitung überlässt, wird sicherlich bei unseren geführten Individual- und Gruppenreisen nach Tansania fündig.


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