Liebe Reisefreunde, liebe Gäste,

die aktuelle Situation rund um das Coronavirus hält uns in Atem. Alle Reisetermine bis zum 15. Mai haben wir abgesagt. Über die Durchführung unserer Reisen ab Mitte Mai halten wir Sie selbstverständlich persönlich auf dem Laufenden. Darauf können Sie bei uns zählen.

#wirbleibenzuhause – das gilt zurzeit nicht nur für unsere Reisegäste, sondern auch für unser ganzes Team. Bitte beachten Sie daher unsere geänderten Öffnungs- und Telefonzeiten: montags bis donnerstags von 10-13 Uhr.

Sie sind unsicher, ob Sie Ihre Reise nach dem 15. Mai antreten können oder möchten? Gerne überlegen wir uns mit Ihnen gemeinsam eine passende Lösung und verschieben Ihre geplante Reise auf einen späteren Zeitpunkt – wer Reisen liebt, verschiebt!

Bei Fragen sind wir jederzeit für Sie da. Weitere aktuelle Informationen finden Sie hier oder auf unserer Facebook-Seite: www.facebook.com/reisenmitsinnen/

Bleiben Sie gesund und freuen Sie sich mit uns auf eine Zeit nach Corona.
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Unsere neue Aitana Wanderreise

Reiseleiterin Sara berichtet

Blick auf das Aitana Gebirge
Frau wandert durch das Aitana Gebirge und schaut auf die Berge und das Meer im Hintergrund

Interview mit Sara Strecker

Reiseleiterin unserer neuen Aitana Wanderreise

Die Sierra de Aitana befindet sich im Südosten Spaniens in der Region Valencia. Steile Gipfel, in den Kalkfelsen geschürfte Bergkämme und alte Olivenbäume verleihen der Landschaft einen ungezähmten Charakter. Zwischen den Bergen liegen unzählige Ortschaften mit maurischem Flair, wie etwa Beniardà, Benifato und Confrides. Diese authentischen Gebirgsdörfer sind mit ihren weiss gekalkten Häusern, den engen Gässchen und den alten Brunnen einzigartig. Auch das Meer ist stets präsent: so gehören Buchten, Strände und Palmen auch zu einem Wanderurlaub im Aitana-Gebirge.

Reiseleiterin Sara Strecker lebt seit 2015 im Aitana-Gebirge. Sie verliebte sich in die Menschen und Landschaften der Sierra de Aitana. Im folgenden Interview stellt sie ihre Wahlheimat vor und verrät, was die Region für Sie persönlich so besonders macht.

Blick auf das Aitana Gebirge
Landschaft des Aitanas Gebirge
Zwei Wanderer schauen bei einer Wanderung auf das Aitana Gebirge

Wie lange lebst du schon im Aitana-Gebirge und wie hat es Dich dorthin verschlagen?

Nach meiner Ausbildung zur Tourismuskauffrau wollte ich raus aus dem Büroalltag und neue Erfahrungen im Ausland sammeln. Ich verkaufte oder verschenkte 2012 fast all meine Habe und reiste per Anhalter durch halb Europa. 2015 kam ich nach Villajoyosa in Spanien und unterstütze dort ein ökologisches Projekt, das sich um „ Permakultur“ drehte und während dieser Zeit lernte ich meine große Liebe Jose kennen. Gemeinsam leben wir seitdem auf einer Finca nahe des Bergdorfes Sella inmitten der Aitana Berge. Auf unserem wundervollen Anwesen bauen wir unser eigenes ökologisches Obst und Gemüse an und leben mit unserer Katze und Hund harmonisch zusammen. Neben dem Wandern ist das Klettern unsere große Leidenschaft. In meinen Augen lebe ich in einem Paradies!

Warum hast du deinen Beruf – die Reiseleitung - gewählt?

Als Reisekaufrau hat mich immer das Reisen und die Natur fasziniert. Aber so richtig zur Reiseleitung kam ich durch Jose. Er ist seit etwa 20 Jahren Bergführer und arbeitet mit englischen Wandergruppen. Ich bin ab und zu mit auf die Wanderungen und ihm fiel sofort auf, dass ich mit Leichtigkeit Freundschaften zu den Gästen schloss, bei der ersten Begegnung konnte ich bereits herzlich und ungezwungen mit ihnen umgehen. Er motivierte mich, das Reiseleiterthema weiter zu verfolgen und Praxiserfahrung zu sammeln. Wir sind ein kleines Familienunternehmen, Joses Bruder ist der Geschäftsführer, sein bester Kindheitsfreund ist auch einer unserer Reiseleiter und dann sind da noch Jose und ich. Joses Mutter näht per Hand die Picknicktaschen für unsere Wanderungen. Unsere Gäste spüren sofort diese familiäre Atmosphäre und manche wollen gar nicht mehr gehen.

Was war dein erster Eindruck als du das erste Mal im Aitana-Gebirge warst?

Ich erinnere mich noch haargenau an meine erste Fahrt in das Gebirge, mir stand der Mund offen! Die Berge mit Terrassenfeldern übersät erinnerten mich an Asien oder Südamerika, das satte Grün der paradiesischen Gärten, die alten Olivenbäume mit den prächtigen Palmen und in der Landschaft eingebettet lagen sanft die weißen Bergdörfer. Es kam mir paradiesisch vor und ich konnte es nicht glauben, dass dies versteckt direkt hinter den grellen Lichtern der Küste lag. Deshalb war ich auch so erstaunt als wir auf den Wanderungen kaum Menschen trafen. Ohne unsere Wandergruppen wären viele, uralte Wege, oft Maultierpfade, schon längst verfallen.

Was macht das Aitana-Gebirge als Reiseregion besonders? Was fasziniert dich?

Unser Motto ist: Wilde Bergwelt trifft Meerblick. Die Sierra de Aitana ist ein noch unbekanntes Gebirgsjuwel im Mittelmeerraum, wir finden in den Kalkstein geschürfte Bergkämme und imposante Gipfel nur etwa 10 Km von der Küste entfernt. Die Landschaft ist geprägt von Steilküsten, Buchten und Stränden, alte Olivenhainen, Palmen und der maurische Terrassenfeldbau. Auch die historischen Schneebrunnen und verfallene, arabische Burgen wie Guadalest verleihen der Landschaft etwas Magisches. Genau wie in Andalusien haben hier die Araber die Landschaft, die Kultur, Küche, Architektur und vieles mehr hinterlassen. In unserem Garten benutzen wir immer noch die Jahrhunderte alten Bewässerungssysteme der Mauren! Außerdem haben wir hier ein ganz spezielles Mikroklima mit sehr milden Wintern, ähnlich zu Mallorca nur mit sehr viel weniger Niederschlag, deshalb kann man hier das ganze Jahr über wandern und draußen sein. Was wir auch mit Mallorca teilen, sind die Trockensteinmauern, die seit 2018 zum Weltkulturerbe zählen.

Alte, bunte Häuser im Aitana Gebirge mit strahlend blauem Himmel im Hintergrund
Wandergruppe wandert durch das Aitana Gebirge mit Blick auf die Berge im Hintergrund

Was erwartet Besucher des Aitana-Gebirges hinsichtlich der Flora und Fauna?

Aufgrund der besonderen geographischen Lage und Struktur finden wir drei klimatische Zonen auf kleinsten Raum, auf der Südseite mediterranes vom Meer beeinflusstes Klima, in der tropische Pflanzen wie Avocados gedeihen. Auf den Nordhängen haben wir kältere Temperaturen, mehr Feuchtigkeit und Quellen und in den Tälern eher trockenes Klima, in der Mandeln und Oliven kultiviert werden. Deshalb finden wir in unserer Sierra über 1200 endemische Pflanzenarten wie zum Beispiel den weißen Salbei, die Pfingstrose oder viele wilde Orchideenarten. Wie in allen Ländern am Mittelmeer gibt es hier die typisch mediterrane Pflanzenwelt: Uralte Palmen, Mandeln, Feigen, Lorbeerbaume, gigantische Johannisbrotbäume und natürlich den Rosmarin, Thymian und Salbei. Aber auch Wälder mit Ahorn, Eschen, Kiefern und Eiben gedeihen hier. Außerdem wächst bei uns die japanische Wollmispel, die in den 60er Jahren zu uns von Asien geschwappt ist. Sie schmeckt wie eine Mischung aus Aprikose und Apfel und hat sich zu einem traditionellen Verkaufsschlager entwickelt und wird in alle Welt exportiert; wie etwa Liköre, Marmeladen, Süßspeisen und vieles mehr.

Gibt es einen Ort, den du als Geheimtipp beziehungsweise als deinen Lieblingsort bezeichnen würdest?

Altea ist zwar lange kein Geheimtipp mehr, aber mit seiner weiß getünchten Altstadt und einem bohemischen Flair, das mich sehr an Ibiza erinnert, versetzt es mich immer wieder in Urlaubsflair. Viele Künstler sind hier angesiedelt, diese haben im Laufe der Jahre verschiedene Häuser sowie Restaurants bemalt und geben Altea ein ungezwungenes, künstlerisches Stadtbild. Am Strand findet man unzählige kleine geschützte Buchten in denen man sich im Winter vor dem Wind schützt und die Sonne geniessen kann. Altea ist auch bekannt für die unzähligen, ausgezeichneten Restaurants, gerne trifft man sich bei einer typisch spanischen Paella mit frischen Fisch und einem guten Glas Wein.

Wie kommt man als Reisender mit den Menschen vor Ort in Kontakt?

Das ist viel leichter als gedacht und einer der Gründe warum ich hier blieb ist: Die Herzlichkeit der Spanier. Mit einem Hola, que tal? (Hallo wie geht’s?) kommt man sofort ins Gespräch. Generell duzt sich jeder jeden. Nach zwei Einkäufen wird man von der Marktfrau sogar fast schon adoptiert: „Hola, qué te pongo, hijo mío?“ (Na, was soll‘s sein, mein Sohn). Es ist ganz normal, dass Sie der Obstverkäufer mit Herzchen anspricht. Außerdem sind wir auf unserer Reise mit einem Einheimischen unterwegs, Jose ist gebürtiger Alicantiner und hat sein halbes Leben in den Bergen der Aitana verbracht, sein Wissen über Kultur und Geschichte sind immens. Die Familie unseres Gasthauses ist gebürtig aus Aitana und auch wenn sie “nur” Spanisch sprechen, verständigen sich herzlich mit Händen und Füßen. Viele Touristen kommen zurück, da sie diese warmherzige Freundlichkeit dieser Menschen spüren, die sich alle Mühe geben, um sich zu verständigen und austauschen.

Wie reise ich am besten im Aitana-Gebirge? In der Gruppe oder individuell?

Das kommt natürlich ganz auf die Prioritäten an. Wenn man einen stressigen Alltag hat und den Kopf wieder frei kriegen und in seinem eigenen Rhythmus laufen möchte, ist es verständlich, dass individuell gerreist werden sollte. Ganz klar, es ist unbezahlbar einen lokalen Führer dabei zu haben der die Kultur kennt, sowie die Informationen und Anekdoten zu Land und Leute. Jeder der bereits auf einer Gruppenreise war kann dies wahrhaft bestätigen. Auf beiden Reisen, bei der Gruppenreise und der Individualreise, haben wir Unterkünfte ausgewählt, die mitten in den Bergen liegen, sodass sie vom Hotel aus die Wanderungen starten und am Abend angekommen die Stille der Berge geniessen können. Ich lade Sie herzlich ein, dieses unentdeckte Wanderparadies gemeinsam mit mir zu erkunden!

Die lokalen Tour Guides, eine Frau und ein Mann, mit dem Aitana Gebirge im Hintergrund
Frau wandert durch das Aitana Gebirge und schaut auf die Berge und das Meer im Hintergrund

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