Reisen mit Sinnen
12.12.2019

Das Himalaya-Königreich Bhutan

Lonely Planet’s “Best in Travel 2020” hat das kleine Himalaya-Königreich Bhutan zum “Best Country to Visit in 2020” gekürt. Zwar keine Überraschung für uns, denn wir sind schon seit vielen Jahren große Fans dieses wunderbaren Landes, aber dennoch ein Grund mal wieder genauer hinzuschauen. Was eigentlich macht Bhutan so exotisch besonders und katapultiert das „Land des Donnerdrachens“ immer wieder auf erste Plätze in Reise-Rankins und vielleicht auch auf Ihrer persönlichen Bucket List?

Männer tanzen einen Maskentanz in bunten Kostümen

Bhutan bewahrte sich stets seine Ursprünglichkeit und tut es bis heute noch. Die abgeschiedene Lage im Schatten der mächtigen Schneeriesen sorgte dafür, dass das Land bis in die 1960er Jahre hinein nur durch einen mehrtägigen Fußmarsch zu erreichen war. Den nahmen nicht allzu viele Ausländer auf sich, so dass Bhutan kaum durch weltpolitische und globale technische oder kulturelle Entwicklungen beeinflusst wurde. Der Regierung kam es gelegen, da Naturschutz und eine Minimierung kultureller Einflüssen aus den Westen schon damals oberste Direktive waren. Bis 1974 hat sich das Land Tourismus gegenüber völlig verschlossen gezeigt, eine Einreise war nicht möglich, in den folgenden zwei Dekaden war die Zahl der Ausländer, die sich im Land aufhalten durften, auf 5.000 pro Jahr begrenzt. 

Fernsehen gibt es seit 1999 und das Internet verbreitet sich erst seit Mitte der 2000er Jahre.

Seitdem jedoch entwickelt sich das Land rasant. Heute sind es etwa 30.000 Besucher, die jedes Jahr zu überwiegend touristischen Zwecken einreisen und auch wenn noch viele Einheimische im Alltag Gho und Kira, die traditionelle Tracht, tragen, so sieht man auf den Straßen doch immer häufiger Jeans und Daunenjacken. Wenn Sie heute in der Hauptstadt Thimphu ankommen, dann werden Sie eine Realität sehen, die nicht mehr der Vorstellung des beschaulichen und kaum entwickelten Bhutan entspricht. Hochhäuser, eine mehrspurige Schnellstraße und moderne Geschäfte prägen das Stadtbild. In Thimphu leben inzwischen fast 100.000 Menschen – eine beträchtliche Anzahl, wenn man bedenkt, dass Bhutan insgesamt nur etwa 800.000 Einwohner hat. Landflucht und daraus resultierend hohe (Jungend-) Arbeitslosigkeit sind also auch im Königreich durchaus ein Thema. Auf unseren Reisen sind wir daher auch im Freilichtmuseum „Simply Bhutan“, einem Projekt des „Bhutan Youth Development Fund“, zu Gast. Hier erfahren Sie Interessantes über traditionelles Handwerk in Bhutan, sorgen mit Ihrem Besuch für Arbeitsplätze sowie Ausbildungsstellen und helfen gleichzeitig dieses Wissen auch für folgende Generationen zu bewahren.

 

Grüne Felder im Lobesa Tal unter blauem Himmel
Das Dorf Trongsa Dzong mit Bergen im Hintergrund

Lassen wir die Stadt, in der es übrigens mal eine Ampel gab, die dann aber auf Wunsch der Bevölkerung wieder abgebaut wurde, hinter uns dann sehen wir aber das ursprüngliche Bhutan, das wir uns vorstellen. Weite Täler mit mittelalterlich anmutenden Dörfern, mächtige Klosterburgen, große, unberührte Wälder, die für eine negative CO2-Bilanz sorgen und überall bunte Gebetsfahnen, die im Wind flattern.

Auch im Land des Brutto-Nationalglücks ist die Wirtschaftsleistung ein Faktor, an dem der allgemeine Zustand des Landes bemessen wird – aber es ist eben nur einer von vielen: Alle paar Jahre gibt es eine große Erhebung; Regierungsmitarbeiter werden mit seitenlangen Fragebögen durch die Lande geschickt, um die Bevölkerung zu Faktoren wie soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz, Regierungs- und Verwaltungsstrukturen und Bewahrung und Förderung kultureller Werte zu befragen. In 2015 ergab die Auswertung einen Index von 0,756, was für 43,4 % glücklicher Menschen in Bhutan steht.

Entdecken Sie die Schönheit und Vielfalt Bhutans auf unserer neuen FotoReise „Das Glück im Sucher“ oder ganz individuell zum Beispiel auf unserer Reise „Aktiv und komfortabel“

 

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