Eine Reise für alle Sinne in die Emilia Romagna

September 2017

Ein Erlebnis-Reisebericht von Barbara Schmidt.

Reise Emilia-Romagna 17.09. bis 23.09.2017

Reiseleitung: Dorothea Weidemann

Pronto! Dorothea??

Sie empfängt uns am Flughafen von Bologna und begleitet uns mit Verve die folgenden 8 Tage. Viel Historisches und Kunsthistorisches entlädt sie auf uns und peppt so die Lücken und das verblasste Gedächtnis auf. Bereits auf der Fahrt ins Hotel wird unsere müde Aufmerksamkeit geweckt auf alles Sehenswerte.

An den folgenden Tagen werden programmgemäß die unterschiedlichen Sinne geweckt: Palazzi, Klöster, Piazze und viele wunderbare Kirchen in bunter Folge. Und wenn der Geist zu erlahmen droht, gibt es Antipasti, Pasta und ein Gläschen Wein... Wir lernen die sanft hügelige Landschaft rund um den Apennin mit fruchtbaren Ackerböden und Weinbau kennen, werden aber auch auf die hohe Jugendarbeitslosigkeit mangels Industrie hingewiesen. Umso wichtiger sind Tourismus und die familiengeführten Betriebe.

Bekannt für die Region ist der Balsamico di Modena. Natürlich nicht der imSupermarkt erhältliche, sondern einer, der in der Aceteria liebevoll als Cuvee von Fass zu Fässchen umgefüllt und nach 12 oder besser noch nach 25 Jahren in kleine dekorative Fläschchen gezogen wird. Die Prozedur hat ihren Preis: €62,- minimum/100ml! Verwendet wird er nicht etwa für Salatsaucen sondern tröpfchenweise in Saucen, auf rotem Fleisch oder dekorativ auf dem Serviceteller!

Ein Ausflug führt zu „Hombre“, wo der originale Parmigiano Reggiano produziert wird. Im Vorzeigestall stehen blitzsauber schwarz-weiß gefleckte Kühe in Reih und Glied, die die Biomilch liefern. Der echte Parmigiano liegt gestapelt in Riesenrädern, ist 3, 6 oder 12 Monate alt, bekommt Stempel und Nummer, ist somit fälschungssicher und schmeckt köstlich! > Der Clou bei Hombre ist allerdings die große Halle mit all den Maserati-Boliden sämtlicher Baujahre - schwer beeindruckend! Ein weiteres Thema ist der Lambrusco, der vor Jahren durch Panscherei in Verruf gekommene Rotwein wurde neu erfunden und ist inzwischen zu einem anerkannt guten Tropfen avanciert.

Leider fällt die Bootsfahrt zu den Flamingos buchstäblich ins Wasser. Trotzdem ist der Spaziergang durch Comacchio im Regen sehr stimmungsvoll, die Brücken über die Kanäle eine ästhetische Augenweide (wären wegen der fehlenden Geländer von deutschen Bauämtern allerdings niemals zugelassen!) Originell, fangfrisch und köstlich entschädigt mittags die frittura im mit Pergamentpapier ausgelegten Kistchen.

Das absolute Highlight der Reise ist Ravenna: die perfekt erhaltenen Mosaike von 560 nach Chr. durchflutet vom goldgelben Licht der Achatfenster .Sie haben mich zutiefst berührt! Heterogen zusammengewürfelte „Zufallsgruppen“ disziplinieren! Eine Gemeinschaft auf Zeit erlebt Gleiches auf unterschiedliche Weise und es findet schnell zusammen, was zusammenpasst - ohne andere auszugrenzen ...

Fazit: eine wunderbare Reise, bei der alle Sinne nebeneinander, miteinander und nacheinander angesprochen sind!


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