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Reisen mit Sinnen
02.03.2026

Reisebericht “Kulinarische Genüsse” in Montenegro

28.9. bis 10.10.25 - von Katrin und Michael

Im Herbst begaben sich unsere Gäste Katrin und Michael mit uns auf eine individuelle Reise nach Montenegro auf Basis unseres Packages “Kulinarische Genüsse”. Im Folgenden Reisetagebuch lesen Sie von ihren kulinarischen und sonstigen Erlebnissen in dem kleinen, zu Unrecht unterschätzen Balkanstaat zwischen Herceg Novi und Ulcinj.

28.9.25 Podgorica und Brauereibesuch

Nachdem wir in Tivat unseren Mietwagen übernommen hatten, fuhren wir nach Podgorica zu unserem Hotel Perla Residence. Vor unserem Termin in der Craftbeer-Brauerei besichtigten wir das alte Podgorica und die wunderschöne orthodoxe Kirche. Dann fuhren wir zur Brauerei, die wir erstmal nicht finden konnten; wir waren zwar bei den angegebenen GPS-Koordinaten, aber von der Straße sah man die Brauerei nicht (und auch kein Schild am Wegrand) – daher riefen wir unter der genannten Telefonnummer an und erfuhren, dass man dort die Einfahrt nimmt und erst etwas später ein Schild mit dem Brauereinamen sieht. Die Führung war sehr interessant, und zu dem Bier gab es leckeren Schinken und Käse, wenn auch zu viel für zwei Personen.

Das Foto zeigt aus der Froschperspektive eine orthodoxe Kirche von der Seite, so dass die Fassade links im Bild ist. Links erhebt sich einer der die Fassade flankierenden Türme, in der Mitte die Kirchenkuppel. Die Kirche ist weiß mit grauen Dächern und von mehreren goldenen Kreuzen gekrönt. Sie ist von einem blau-grauen Himmel umfangen.
Erst Besichtigung, dann Bier: Die orthodoxe Kirche in Podgorica

29.9.25 Wanderung in der Mrtvica-Schlucht  

Nach einem leckeren Frühstück fuhren wir zum Ausgangspunkt der heutigen Wanderung. Die Fahrt zur Mrtvica-Schlucht ging entlang der Moraca-Schlucht mit tollen Panoramablicken. Ivana, unser Guide, war bereits vor Ort und wir starteten unsere Tour, die über die Danilo-Brücke bis zum Wish-Gate (Tor der Wünsche) führte. Im Laufe der Wanderung schlossen sich uns drei Hunde an, die uns die ganze Zeit begleiteten. Es war eine sehr schöne Tour und natürlich hat auch jeder von uns einen Stein durch das Wish-Gate geworfen und einen geheimen, stillen Wunsch gedacht. Zurück am Parkplatz gab es in der Nähe eine kleine Stelle am Fluss, dort wurde das Mittagessen zubereitet. Erst gab es eine sehr leckere Bruschetta (mit Schinken und Paprika aus Ivanas Garten) und dann Pasta mit Pilzen; alles vor Ort auf einem Campingkocher zubereitet. Es hat alles super lecker geschmeckt und wir genossen das Mittagspicknick am Fluss, bevor wir zum Moraca-Kloster weiterfuhren. Abends nahmen wir in unserem Hotel nur noch ein kleines Abendbrot zu uns (wir waren vorher im Supermarkt einkaufen), da wir noch satt vom Mittagessen waren. 

Das Foto wurde von einer Brücke über ein Flüsschen aus aufgenommen, die sich rechts im Bild weiter fortsetzt. Der Flusslauf wird von grün bewachsenen Hügeln flankiert. Oben ist ein schmaler Streifen grauer Himmel zu sehen.
Brückenblick in der Mrtvica-Schlucht

30.9.25 Montenegros alte Hauptstadt Cetinje

Heute stand die Besichtigung der alten Hauptstadt Cetinje auf dem Programm. Dort trafen wir unseren Guide Jelena, die super gut Deutsch sprach und uns durch die Stadt führte. Danach ging es zum Mittagessen zu einem Imker. Wir probierten zunächst den Honig und bekamen dann ein sehr leckeres (aber wieder viel zu üppiges) Mittagessen. Anschließend besuchten wir noch die Lipa-Höhle, die sich außerhalb von Cetinje auf dem Weg nach Podgorica befindet. Das Abendessen im Restaurant Spago in Podgorica später war sehr gut – hatten wir durch Zufall entdeckt.

Blick in eine Straßenflucht, die von niedrigen, maximal zweigeschossigen Häusern flankiert ist. In einigen Häusern befinden sich im Erdgeschoss Geschäfte mit großen Schaufenstern. Der Himmel darüber ist blau mit großen weiß-grauen Wolken.
Das beschauliche Centinje

1.10.25 Nikšić und Ziegenfarm-Führung

Wir brachen früh auf zum Kloster Ostrog, einem der wichtigsten Wallfahrtsorte des Balkans. Am Kloster kamen wir kurz nach 9:00 Uhr an, so dass dort noch wenig los war. Das Kloster ist sehr interessant mit schönen Wandmalereien. Auf dem Rückweg schauten wir uns noch das kleinere, untere Kloster an. 

Dann fuhren wir weiter nach Nikšić (zweigrößte Stadt Montenegros). Dort schauten wir uns am Sako-Petrovic-Platz von außen den König-Nikolaus-Palast an (ist heute ein Kunstmuseum) und dann die Basilius-Kathedrale. Danach machten wir noch einen Abstecher zu der ältesten erhaltenen Brücke in Montenegro, die vermutlich aus dem dritten Jahrhundert, aus der Zeit der Römer, stammt. 

Gegen 12:30 erreichen wir die Biofarm Batricevic, die früher eine Ziegenfarm war und bei der nun ein Mittagessen auf dem Programm stand. Der kleine Familienbetrieb bietet eine Vielzahl von köstlichen Bioprodukten an (Schnaps, Honig, diverse Gemüse usw.). Wir erhalten eine kurze, aber sehr interessante Führung und ein sehr gutes Essen. Erst eine große Vorspeise aus verschiedenen Käse- und Schinkensorten, Obst, Oliven und Brot. Und natürlich einen Schnaps. Danach ein Essen, das in einer großen Pfanne zubereitet wurde und zwar unter der Holzkohlenglut! Das Fleisch wird hinein- und dann ein Deckel darübergelegt. Auf diesen wird dann heiße Holzkohle geschüttet, durch deren Hitze das Fleisch gart. Am Ende kommen noch Kartoffeln, Möhren, Zwiebeln und Gewürze hinzu, sehr lecker. Auch gab es noch als Dessert eine Art Brombeersirup mit Honigmelone sowie einen türkischen Kaffee und noch einen Schnaps. 

Nach dem Essen fuhren wir weiter zur Kotor-Bucht bis nach Herceg Novi zu unserem Hotel Perla. Wir nahmen dann noch ein kleines Abendessen an der Strandpromenade ein, bevor wir es uns auf unserem Balkon mit Blick auf die Kotor-Bucht gemütlich machten.

Über einen grün-bewucherten ausgetrockneten Flusslauf erstreckt sich eine aus Steinquadern errichtete, antike Brücke.
Die antike Brücke war unseren Autoren einen Abstecher wert

2.10.2025 Besichtigung Herceg Novi und Weinprobe

Nach einem leckeren Frühstück besichtigten wir Herceg Novi, zunächst die Festung Kani Kula (übersetzt „Blutturm“, war früher ein Gefängnis, heute eine Freilichtbühne) mit super Aussicht. Danach liefen wir über die Altstadt zum Forte Mare. Die Altstadt mit den Kirchen und den beiden Festungen ist wirklich sehr interessant und auch der Blick von dort oben hervorragend. 

Gegen 16:00 Uhr ging es dann über das Kloster Savina zur Weinprobe im Weingut Savina im Ortsteil Meljine. Das Weingut gibt es als professionelles Gewerbe erst seit 2015, wir haben dort einen super leckeren Rosé, sowie einen Weißwein (Chardonnay) und einen Rotwein (Merlot) probiert sowie eine Kleinigkeit zu essen bekommen (Käse, Schinken, Oliven, …). Dazu hatten wir eine schöne Aussicht über die Bucht von Kotor.  

Die linke Bildhälfte wird von grün bewachsenen Hängen und im Hintergrund höheren Hügeln dominiert, während die rechte untere Bildhälfte von einer dunkelblauen Wasserfläche eingenommen wird. Im Bildmittelgrund setzen sich die grünen Berge fort. Der Himmel darüber ist mit großen hellgrauen Wolken verhangen.
Aussicht vom Weingut Savina über die Bucht von Kotor

5.8.2025 Perast und Kotor

Kurz entschlossen fuhren wir morgens nach Perast, ein kleines Seefahrerstädtchen, das viele Kapitänsvillen hat. Es ist sehr überlaufen, aber trotzdem sehr schön. Danach ging es zum Mittagessen zur Old Mill. Dort bekamen wir zuerst einen Einblick in die Geschichte der alten Mühle und ein weiteres Mal das typische Essen (Fleisch und Kartoffeln mit Ober- und Unterhitze lange mit Holzkohle gebraten, ähnlich dem auf der Biofarm). Es war wieder sehr reichlich Essen vorhanden, zunächst die üblichen Vorspeisen, dazu Wein, Wasser und Schnaps (der nicht fehlen darf?). Wie üblich viel zu viel, aber sehr lecker. 

Anschließend stand die Besichtigung von Kotor auf dem Programm.  Die Altstadt ist wirklich sehr schön und der Besuch empfehlenswert! (Wahrscheinlich in der Hauptsaison nicht zu empfehlen, da es jetzt zur Nebensaison schon recht voll war). Für die Rückfahrt nahmen wir eine andere Route, und setzten dann mit der Fähre über. Abends aßen wir dann noch sehr gut im Hotel Perla und genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang vom Hotelzimmerbalkon aus.

Um einen kleinen Platz stehen mehrere große, historische Gebäude mit Fassaden aus großen, grauen Quadersteinen oder gelb verputzt. Dahinter erhebt sich ein Berg und darüber blauer Himmel mit Schleierwolken.
Nicht verpassen: die Altstadt von Kotor

4./5.10.25 Aktivitäten auf dem Skadarsee

Auf dem Weg zum Skadarsee ging es zunächst nach Rijeka Crnojevica, wo eine Kajak-Tour auf dem Programm stand. Dort angekommen sind wir dann ca. 1 ¼ Stunden gepaddelt. Es war sehr schön, und zum Glück schien die Sonne. Zurück in Rijeka Crnojevica (ein schönes kleines Örtchen mit einer wunderhübschen, alten Brücke) haben wir zu Mittag gegessen und sind dann weiter zur nächsten Unterkunft in der Nähe von Virpazar gefahren. Zwischendurch hatten wir immer wieder einen tollen Ausblick auf den Skadarsee.

Am nächsten Tag waren wir bereits 20 Minuten vor dem Termin am Schiff und zum Glück konnte die Bootstour auf dem Skadarsee direkt beginnen. Die Fahrt dauerte etwa zwei Stunden und war wunderschön. Da wir so früh unterwegs waren, gab es noch sehr wenig Verkehr auf dem See (nur ein paar einheimische Fischer). So konnten wir die Fahrt besonders genießen und auf dem teilweise spiegelglatten Wasser tolle Reflektionen der Berge sehen. Zudem gab es viele Vögel (Pelikane, Kormorane u.a.) zu beobachten.

Nach der Bootstour ging es zurück zum Appartement, wo das „gemeinsame“ Kochen bald begann. Draußen war ein Herd aufgestellt und davor ein Tisch. Auf dem waren viel Gemüse (alles aus dem eigenen Garten) und Gewürze sehr ansprechend angerichtet. Tatsächlich gekocht haben nur die Ehefrau und die Mutter des Gastgebers. Unser Gastgeber sprach daher auch immer von einer Kochshow; es war trotzdem sehr schön und hat superlecker geschmeckt, war nur wie immer viel zu viel für uns zwei.

Von einem grünen Abhang blickt man weit in die grün-bewachsene Gebirgslandschaft. In der Bildmitte im Tal liegt eine große blaue Wasserfläche. Der Himmel ist blau mit vielen weißen Wolken in der rechten Bildhälfte.
Die Ausblicke auf den Skadarsee begeisterten genauso wie diverse Aktivitäten auf dem Wasser

6.10.25 Erkundung von Stari Bar

Nach dem Frühstück ging es weiter nach Stari Bar. Zunächst machten wir aber in Bar Halt und sahen uns die orthodoxe Kirche an sowie weiter auf dem Weg nach Stari Bar den über 2200 Jahre alten Olivenbaum. Im Hotel angekommen, konnten wir zwar noch nicht einchecken, aber schon mal das Gepäck abstellen und das Auto parken. Nun sahen wir uns erstmal die sehr interessante Festung an. Ohne Foto 

Danach gingen wir ins Hotel-Spa (Dampfsauna und finnische Sauna) – und später zum Essen in die Altstadt, wo wir in der Konoba Bedem sehr lecker gegessen haben.

7.10.25 Ausflug nach Ulcinj und ins Feuchtbiotop

Die für heute geplante Bootsfahrt mit Fischpicknick fiel wegen zu viel Wind aus. Wir sind dann nach Ulcinj gefahren und haben uns zuerst die Altstadt angesehen. Sehr verwinkelt und eine tolle Aussicht auf die Bucht. Nach der Besichtigung fuhren wir zum Strand und haben dort circa eine Stunde Sonne und Blick auf das Meer genossen. Aufgrund der Nebensaison war der Strand total leer. Nun ging es zur Tour mit dem Fahrrad durch die Saline, die seit einigen Jahren stillgelegt und zum Naturschutzgebiet geworden ist, in dem viele Vogelarten ein Biotop gefunden haben. Unser Guide zeigte uns eine Menge Vögel (Pelikane, Kormorane, Blauer Kingfischer u.a.). Am Abend genossen wir den wunderschönen Blick aus unserem Hotelzimmer auf Stari Bar.

Von einem Hügel, der rechts mit einem Restaurant mit Außenterrasse aus großen Steinquadern bebaut ist, blickt man weit über das leuchtendblaue Meer. Darüber erstreckt sich ein fast wolkenloser strahlendblauer Himmel.
In einer großen Wasserfläche stehen mehrere weiße reiherartige Vögel. Im Vordergrund sieht man das schilfbestanden Ufer, hinter der Wasserfläche steigt das Gelände zu einer Hügelkette an. Darüber erhebt sich ein wolkenverhangener grau-blauer Himmel.
Über die Dächer Stari Bars schaut man auf die Umfassungsmauer der Festung. Es ist Nacht, der Vollmond hängt genau in der Mitte des Bilds, so dass sich die Felskette hinter der Festung nur als schwarze Silhouette abzeichnet.

8.10.25 Budva und Tivat

Auf dem Weg zu unserer letzten Unterkunft in Tivat besichtigten wir noch das wunderschöne Budva. Auch die Besichtigung der Zitadelle war absolut lohnenswert. Die Aussicht vom oberen Teil war beeindruckend und der Blick auf das glasklare Wasser der Adria wunderschön. Danach gingen wir durch die engen Gassen der Altstadt und fuhren dann weiter. 

In Tivat angekommen haben wir erstmal eingecheckt und einen Kuchen an der Promenade gegessen. Danach machten wir einen Rundgang über die Promenade und suchten schon mal ein Restaurant für den Abend. Da es sehr warm war, sind wir an einem kleinen Kieselstrand im Meer baden gewesen.

Entlang des vorderen Bildrands zieht sich eine palmengesäumte Promenade. In der mit Hügeln umfassten Bucht liegen mehrere Boote. Über den Hügeln im Hintergrund steht die Sonne sehr tief, der Himmel ist blau und wolkenlos. Die untergehende Sonne taucht die Promenade in rosa Abendlicht.
Genossen das Speisen an Tivats Promenade, ...
Ein mit Windjacken bekleidetes Paar sitzt im Bug eines kleinen Bootes. Über die blaue Wasserfläche sieht man auf eine Stadt am Ufer. Die Landschaft dahinter besteht aus niedrigen Hügeln.
... unsere Autoren Michael und Katrin

9./10.10.25 Mit dem Boot durch die Bucht von Kotor und Abreise

Der Blick aus unserem Zimmer war sowohl abends wie morgens wunderschön. Zum Abschluss hatten wir heute noch eine Speedboattour durch die Kotor-Bucht, die uns als Ersatz für die ausgefallene Bootsfahrt bei Ulcinje angeboten wurde. Das war wirklich ein Highlight, noch mal am Ende mit dem Boot durch die Kotor-Bucht zu fahren und viele schöne Stellen von See her anzuschauen. Dabei spielte unser Skipper immer super Musik, die absolut passend war, auch als wir in die Höhle einfuhren, wo ein James-Bond-Film gedreht worden war - alles perfekt. 

Nachmittags schlenderten wir durch Portomontenegro, besichtigten ein U-Boot, badeten noch einmal im glasklaren Meer, und abends genossen wir einen wunderschönen Sonnenuntergang vom Restaurant aus.  

Früh am nächsten Morgen ging es zum Flughafen und dann Richtung Düsseldorf.


Wir danken Katrin und Michael für den ausführlichen und detaillierten Reisebericht sowie die tollen Fotos!

Hier geht's nach Montenegro

 

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