Reisen mit Sinnen
16.12.2022

Weihnachtsgebäcke aus aller Welt

Süße Speisen unter dem Tannenbaum

Lebkuchen, Spekulatius und Pfeffernüsse – wenn man an Weihnachten denkt, denkt man automatisch auch an leckeres Gebäck. In vielen Ländern der Welt werden zu Weihnachten traditionelle Gebäckstücke gebacken und genossen. In diesem Blogartikel möchten wir Ihnen einige Beispiele von Weihnachtsgebäck aus verschiedenen Teilen der Welt vorstellen und zeigen, wie vielfältig die weihnachtliche Backtradition sein kann. Freuen Sie sich auf eine kulinarische Reise um die Welt und lassen Sie sich inspirieren!

Drei Hände verzieren Lebkuchen auf einem Holzbrett mit Zuckerguss
Lebkuchen mit Zuckerguss

Ein Stück italienisches Gebäck liegt auf einem Brett
Panettone

Italien: Panettone

Das vorwiegend in der Weihnachtszeit verspeiste Gebäck Panettone stammt ursprünglich aus Mailand. In dem Küchlein aus Weizensauerteig verstecken sich verschiedenste weihnachtliche Zutaten wie Sultaninen, kandierte Schalen von Orangen oder Zitronen sowie häufig auch Honig und Vanille. Panettone ist eine eingetragene Marke der Handelskammer Madrid. Auch in Deutschland wird man mittlerweile in vielen Supermärkten fündig, wenn man auf der Suche nach dem italienischen Gebäck ist. Fun Fact: Die Tradition hat es sogar über den Atlantik geschafft! Auch in Peru ist das dort sogenannte Panetón eine zu Weihnachten äußerst beliebte Backware.

Ein paar Stücke Lebkuchen liegen auf einem Holzbrett
Lebkuchen

Deutschland: Lebkuchen

Die Lebkuchentradition in Deutschland geht mehrere Hundert Jahre zurück bis in das Jahr 1296, in dem „Pfefferkuchen“ erstmalig in klösterlichen Aufzeichnungen zu finden waren. Auch wenn das würzige Gebäck in vielen Teilen Deutschlands unterschiedlich genannt wird, dominiert im Süden, Westen und Norden doch der Begriff „Lebkuchen“. Charakteristisch für das Gebäck ist, dass traditionelle Gebäckzutaten wie Wasser, Milch und Fett wenig bis überhaupt nicht zugegeben werden. Ein hoher Zuckeranteil sorgt zudem für eine lange Haltbarkeit. Neben der Süße dominieren bei dem Gebäck aber auch zahlreiche Gewürze wie Anis, Fenchel, Ingwer, Muskat, Kardamom, Piment und Zimt.

Ein Kuchen auf einem Teller, der aussieht wie ein Baumstamm
Bûche de Noël

Frankreich: Bûche de Noël

Die Bûche de Noël ist der Form her einem Weihnachtsbaumstamm nachempfunden. Sie ist ein traditionelles Weihnachtsgebäck in Frankreich, aber auch anderen französischsprachigen Ländern wie Belgien, der Schweiz oder Kanada. Das Küchlein besteht aus einem aufgerollten Biskuitboden gefüllt mir einer Schokoladen-Buttercreme. Die äußere Cremeschicht ist so mit Rillen verziert, dass sie im Aussehen einer Baumrinde gleicht. Zusätzlich zieren häufig noch Blätter oder Beeren und Pilze das Gebäck, die gerne aus Marzipan, Fondant oder Baiser bestehen.

Ein zerteiltes Küchlein mit Füllung liegt neben einer Gabel
Mince Pie

Großbritannien: Mince Pies

Wer Großbritannien in der Weihnachtszeit besucht, der wird wohl kaum um die kleinen, süßen Mince Pies herumkommen. Sie gelten auf der Insel als das Leibgericht des Weihnachtsmannes. Auch wenn der Name vermuten lässt, dass die kleine Pastete Fleisch enthält (mincemeat = Hackfleisch), ist davon weit und breit keine Spur. Der Teig besteht entweder aus einem klassischen Mürbeteig oder auch einem Blätterteig, je nach Familientradition und Geschmack. Gefüllt wird das Gebäck mit getrockneten Früchten wie Rosinen, Aprikosen, Kirschen und kandierten Früchten. Zusätzlich sind darin noch gehackte Nüsse wie Mandeln oder Walnüsse enthalten. Etwas weniger kinderfreundlich, aber dafür umso leckerer sind die Füllungen, die Brandy oder Rum enthalten. Die Pasteten werden entweder kalt mit Puderzucker oder noch warm mit Brandy-Butter serviert.

Auf einem Teller liegen in Nüssen gerollte Plätzchen. Daneben liegen Zimtstanden und Nüsse.
Melomakarona

Griechenland: Melomakarona

Das für uns Deutsche etwas umständlich auszusprechende Gebäck Melomakarona stammt ursprünglich aus Griechenland. Die charakteristischen Zutaten sind Mehl, Olivenöl und Honig. Gerne wird aber auch noch Grieß, Orangenschalen oder Zimt hinzugefügt. Wichtig ist, dass die Gebäcke unmittelbar nach dem Backen für einige Sekunden in einen kalten Sirup aus Honig getaucht werden. Manche werden je nach Geschmack auch mit Schokolade oder Walnüssen verziert.

Fünf gefüllte Plätzchen gestapelt vor einer Schüssel mit Creme
Alfajores

Südamerika: Alfajores

Die Spanier brachten ihr Gebäck Alfajor in der Kolonialzeit nach Südamerika, wo es heutzutage in der Weihnachtszeit kaum wegzudenken ist. Es besteht aus einem Mürbeteig, oft mit Rosinen, Honig oder Zitrone versetzt, der gestapelt ist wie ein Doppelkeks. Zwischen den beiden Keksen befindet sich häufig Dulce de Leche, eine Creme, ähnlich einem Karamell aus Milch, Zucker und Vanille. Besonders beliebt sind die süßen Kekse neben anderen südamerikanischen Ländern in Peru und Argentinien.

Puderzucker rieselt auf einen Teller mit Gebäck
Kahk

Ägypten: Kahk

Kahk ist bei ägyptischen Christen und Muslimen gleichermaßen beliebt. Muslime essen das Gebäck nach dem Fasten, die Christen essen es an Weihnachten und anderen religiösen Feiertagen. Der Teig besteht aus einer Mischung aus Mehl, Butterschmalz, Sesam und Trockenhefe. Zudem kommt noch eine bestimmte Gewürzmischung, die uns Deutsche wohl sehr an Spekulatius erinnern dürfte. Im Kern der etwa pflaumengroßen Gebäcke befindet sich eine Paste aus Datteln, Haselnüssen und Butter. Charakteristisch für Kahk ist seine prägnante Form: kleine Kuppeln, die mit dem Messer eingeritzt werden. Zum Schluss gehört noch Puderzucker drüber – doch keine Sorge, im Gegensatz zu vielen anderen arabischen Süßigkeiten ist Kahk wesentlich weniger süß!



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