Reisen mit Sinnen
04.08.2021

Azoren oder Madeira

Für wen eignet sich welche Inselgruppe

Viel Verbindendes gibt es zwischen den Atlantikinseln Azoren und Madeira: räumlich ihre Zugehörigkeit zu Makaronesien, geologisch ihr vulkanischer Ursprung, politisch ihr Anschluss an Portugal. So ist die Frage „Azoren oder Madeira“ bei der Urlaubsplanung tatsächlich nicht ganz so leicht zu beantworten. Ein sehr einfaches Einstiegskriterium stellt jedoch die Reisezeit dar. Während das milde Klima Madeiras tatsächlich ganzjährig zum Besuch der Blumeninsel einlädt, bieten sich die regen- und windreichen Azoren vor allem zwischen Juni und September als entspannendes Urlaubsziel an. 
 

Wal zeigt im Meer seine Flosse vor einer Küste.
Reisegruppe macht Fotos auf dem Pico do Areeiro auf Madeira.

Azoren oder Madeira – Gemeinsamkeiten und Abgrenzungen

Durch den vulkanischen Ursprung mit oft schroffen Küstenabschnitten sind beide Destinationen keine klassischen Badeinseln. Zwar findet man hier wie da ebenfalls Sandstrände, aber diese sind sicher kein primärer Grund, hierhin zu reisen. Auch wenn der Golfstrom auf Madeira sogar im Winter nicht ganz so Temperaturempfindlichen ein Bad im Meer ermöglicht. Trotzdem steht die Natur bei beiden Zielen als Besuchsgrund sehr weit vorn. Auf beiden Inselgruppen besteht die Möglichkeit, Wale zu beobachten – ein immer wieder faszinierendes Erlebnis. Ob Azoren oder Madeira, Wanderer finden jeweils im gebirgigen Landesinneren abwechslungsreiche Routen. Eine Besonderheit Madeiras sind dabei die Strecken entlang der Levadas, vor Jahrhunderten angelegte Wasserläufe, die durch wilde Lorbeerwälder und Felsformationen, vorbei an Wasserfällen und Steilküsten führen.
 

Azoren oder Madeira – eine Charakterfrage

So liegt ein wesentliches Entscheidungskriterium bei der Frage „Azoren oder Madeira“ im Charakter des Reisenden. Während der vielfältige Archipel der Azoren mit seinen neun Hauptinseln auch schon eine Auswahl und Eingrenzung erfordert – es sei denn, man verwendet seinen gesamten Jahresurlaub auf die Erkundung – ist Madeira um einiges übersichtlicher. Während eines rund zehntägigen Aufenthalts kann man in aller Ruhe Natur und Sehenswürdigkeiten erkunden, ohne dass einen im Anschluss das Gefühl überfällt, Wichtiges verpasst zu haben. Fazit: Wünscht man sich für seinen Urlaub in erster Linie eine entspannte Zeit, viel Ruhe und Erholung, so ist man auf Madeira sicherlich bestens aufgehoben. Steht einem der Sinn mehr nach Abwechslung und immer neuen Aktionen, sollte Ihre Wahl eher auf die Azoren fallen.



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