Reisen mit Sinnen
20.09.2021

Kakao auf São Tomé e Príncipe

Bio, sozial fair und von bestem Geschmack

Das tropische Inselparadies São Tomé e Príncipe lässt nicht nur Urlauberherzen höher schlagen, sondern auch das von Schokoladenliebhabern. Stammt Kakao ursprünglich aus Mittelamerika, so liegen mittlerweile die wichtigsten Anbaugebiete weltweit im westlichen Afrika. São Tomé e Príncipe, als zweitkleinstes Land Afrikas, gehört dabei zwar nicht zu den größten Lieferanten, hat sich durch seine klimatisch begünstigte Lage am Äquator im Golf von Guinea aber zum Produzenten für eine besondere Kakaoqualität entwickelt. Denn Temperatur, Niederschlagsmenge, Bodenbeschaffenheit und viele schattenspendende Bäume bieten für das Wachstum von Kakao auf São Tomé beste Bedingungen – und damit auch beste Voraussetzungen für grandiose Schokolade.
 

Eine gelbe Kakaofrucht

Deutsche Unterstützung für Anbau von Kakao auf São Tomé 

Zudem blieb São Tomé e Príncipe anders als die häufig von Bürgerkriegen erschütterten Länder auf dem westafrikanischen Festland, deren Kakaoplantagen in den Auseinandersetzungen oft umkämpfte Ziele waren, stets friedlich. So ist der Kakao zum einen ethisch unbedenklich, zum anderen setzen auch viele Bauern bei der Produktion von Kakao auf São Tomé zunehmend auf ökologischen Anbau. Rund 20 Genossenschaften haben sich in dem kleinen Inselstaat zu einer Kooperative zusammengeschlossen, die mit der deutschen GEPA, dem größten Importeur fair gehandelter Lebensmittel, zusammenarbeitet. Die Kooperative unterstützt ihre Mitglieder unter anderem bei der Umstellung ihrer Betriebe auf Bio-Anbau, den Ausbau der Exportmengen sowie Verbesserung der Kakaoqualität und -verarbeitung. Die GEPA garantiert die Abnahme der gesamten Kakaoernte.
 

Eine Arbeiterin füllt einen Sack mit Kakaobohnen
Ein Kakaobauer verpackt Kakaobohnen in einen gelben Sack

Kakao auf São Tomé – der Stoff, aus dem Schokoladenträume bestehen 

So konnten einerseits die Lebensverhältnisse vor Ort deutlich verbessert werden, andererseits entsteht zunehmend Spitzenkakao in Bio-Qualität. Dies machen sich auch Chocolatiers auf São Tomé zu nutze. Der bekannteste ist sicherlich Claudio Corallo. Der Italiener lebt bereits seit vielen Jahren hier und hat sich mit Leib und Seele der Kakao- und Schokoladenproduktion verschrieben. Dabei räumt er auch den Irrglauben aus, dass Kakaobohnen grundsätzlich bitter schmecken, und stellt durch besondere Trocknungs- und Röstverfahren unter anderem eine Schokolade her, die zu 100 Prozent aus Kakao besteht und den reinen Kakaogeschmack erlebbar macht. Auch wenn er seine Schokoladenspezialitäten mittlerweile rund um den Globus vertreibt, sollten Besucher des Inselstaats es nicht versäumen, seine Kreationen vor Ort zu verkosten – ein besonderes Fest für die Sinne.

 

Zur Reise: São Tomé e Príncipe – Verzaubernde Kakaoinseln

 

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