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Reisen mit Sinnen
02.11.2026

Kapverden: Sollte ich lieber die Nord- oder die Südinseln besuchen?

Grüne Wandertäler und Hafenstadt-Flair im Norden, Vulkanlandschaften und afrikanisch geprägte Kultur im Süden: Wir stellen die beiden Inselgruppen der Kapverden vor und zeigen, welche besser zu Ihrem Reisestil passt. 

Die Kapverden liegen rund 600 Kilometer vor der Küste Westafrikas mitten im Atlantik – und sind weit mehr als eine homogene Inselgruppe. Wer eine Kapverden-Reise plant, merkt schnell: Jede Insel hat ihren eigenen Charakter, und Strecken zwischen den Inseln lassen sich nicht immer einfach nebenbei zurücklegen. Deshalb stellt sich früh die Frage, die auch viele unserer Gäste beschäftigt: Reise ich lieber auf die Nordinseln oder auf die Südinseln?

Strecken zwischen den Inseln lassen sich nicht immer einfach nebenbei zurücklegen.

Wie sind die Kapverden aufgebaut?

Die Inseln bilden ein nach Westen offenes Hufeisen, mit Santo Antão im Norden und Brava im Süden. Man unterscheidet daher zwischen den Nordinseln (Santo Antão, São Vicente, São Nicolau sowie die Strandinseln Sal und Boavista) und den Südinseln (Santiago, Fogo, Maio und Brava). Dass die Unterschiede mehr als geografisch sind, zeigt ein Blick auf Landschaft, Kultur und Reiseerlebnis. 

Die Nordinseln: Wanderparadies und Musikmetropole

Santo Antão: grüne Täler und Steilküsten

Santo Antão gilt als das Wander- und Trekkingparadies der Kapverden schlechthin. Die Insel ist mit 779 Quadratkilometern die zweitgrößte des Archipels und beeindruckt mit dramatischen Landschaften: tiefe Täler, steile Küstenabschnitte und alte Eselspfade, auf denen sich Wanderungen mit weiten Atlantikblicken verbinden lassen. Das tropisch anmutende Paúl-Tal gilt als das grünste Tal der Kapverden. 

 

 

 

 

Santo Antão, das Wander- und Trekkingparadies der Kapverden

Viele Segelboote liegen im Hafen von Mindelo auf den Kapverden

São Vicente: kulturelles Herz der Inselgruppe 

Auf São Vicente liegt Mindelo, die lebendige Hafenstadt, die als kulturelles Herz und Musikmetropole der Kapverden gilt. Hier ist die Künstlerszene des Landes stark vertreten, und ein Stadtspaziergang führt vorbei an großen Plätzen und Kolonialhäusern. Die Fähre nach Santo Antão braucht nur etwa eine Stunde – beide Inseln lassen sich also gut verbinden. 

 

 

 

Mindelo, lebendige Hafenstadt und kulturelles Herz der Kapverden

Wanderer laufen entlang eines Wanderweges vorbei an Kühen auf der Insel São Nicolau.

São Nicolau, Sal und Boavista 

Für São Nicolau gilt „Natur pur", Sal und Boavista dagegen sind vor allem als Strandziele bekannt. Wer vor allem Badeurlaub sucht, findet dort sein Ziel – für Kultur und Natur im Fokus eignen sich die übrigen Nordinseln besser.

 

 

 

 

 

Natur pur auf São Nicolau

Die Südinseln: Vulkan, Geschichte und afrikanische Wurzeln 

Santiago: das afrikanische Gesicht der Kapverden

Santiago ist die größte Insel des Archipels und bis heute die am stärksten von Afrika geprägte. Hier schlägt das alte Herz der Kapverden besonders spürbar: in der lebhaften Hauptstadt Praia und in Cidade Velha, wo die Geschichte des Archipels begann. Die Siedlung gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und erzählt von der Zeit, als die Kapverden Zwischenstation im transatlantischen Sklavenhandel waren – ein wichtiger Teil, um das Land zu verstehen. 

 

 

 

 

 

Cidade Velha erzählt von der Zeit, als die Kapverden Sklavenumschlagplatz waren.

Reisergruppe besteigt eine Vulkan

Fogo: die Feuerinsel

Fogo ist berühmt für ihren aktiven Vulkan Pico do Fogo. Mit rund 2.830 Metern ist er der höchste Gipfel der Kapverden und gilt als eines der Highlights jeder Reise. Der Aufstieg beginnt in der Regel früh am Morgen, die Belohnung ist ein Blick über Caldera und Atlantik. Dazu kommen das pastellfarbene Kolonialstädtchen São Filipe sowie der Fogo-Kaffee und -Wein, die über die Grenzen der Insel hinaus bekannt sind. 

 

 

 

 

 

Der Pico do Fogo, der höchste Gipfel der Kapverden und eines der Highlights jeder Reise

Brava: die kleinste bewohnte Insel

Brava ist mit 64 Quadratkilometern die kleinste der Südinseln und bietet sich für alle an, die noch tiefer in die Ruhe des Archipels eintauchen möchten. 

 

 

 

 

Brava, die kleinste der Südinseln

Nord oder Süd? Der Vergleich auf einen Blick

 NordinselnSüdinseln
Landschaftgrüne Täler, Steilküsten, Berge Vulkan, Lavalandschaften, Kaffeeanbau 
HighlightsWanderungen auf Santo Antão, MindeloPico do Fogo, Cidade Velha, Praia
KulturMusik, Kunst, Hafenstadt-Flairstark afrikanisch geprägt, Geschichte des Archipels 
Ideal für …… Wanderfreudige, Kulturinteressierte, Musikfans… Vulkan- und Geschichtsinteressierte, Entdecker 

Wie reist man zwischen den Inseln?

Die Inseln liegen zu weit auseinander, um durch Brücken verbunden zu sein, sondern man reist per Inlandsflug oder Fähre. Zwischen Santo Antão und São Vicente verkehrt eine Fähre, zwischen den anderen Inseln geht es meist per Flug – z.B. etwa rund 30 Minuten von Santiago nach Fogo. Deshalb lohnt es sich, die Reise gut zu planen, anstatt zu viele Inseln in zu wenig Zeit zu packen.  

Per Flieger in 30 Minuten von Fogo zur Nachbarinsel

Wann ist die beste Reisezeit?

Die Kapverden erfreuen sich ganzjährig eines angenehmen Klimas. Ihre Reisezeit können Sie also stärker an Ihren Wünschen ausrichten, etwa an Ihrer Wanderlust, als an engen Wetterfenstern. Lediglich die Regenzeit zwischen August und September/Oktober sollte man besser aussparen. 

Fazit: 

Wer vor allem wandern möchte, grüne Täler liebt und gern in lebendige Hafenstädte eintaucht, ist auf den Nordinseln bestens aufgehoben. Wer einen aktiven Vulkan besteigen, die afrikanischen Wurzeln der Kapverden und die Geschichte des Archipels erleben möchte, findet auf den Südinseln das, was er sucht. Die schönste Antwort auf die Frage „Nord oder Süd?" lautet für viele Reisende deshalb: beides. Mit einer Rundreise, die Santo Antão, São Vicente, Santiago und Fogo verbindet, lernen Sie die Kapverden in ihrer ganzen Vielfalt kennen. 

Noch unentschlossen? Entdecken Sie unsere Kapverden-Reisen und lassen Sie sich unverbindlich beraten, welche Inselkombination zu Ihnen passt. 

 

Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter – melden Sie sich einfach direkt bei unseren Reise-Experten, telefonisch oder per E-Mail.


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