Reisen mit Sinnen
11.11.2022

Reisebericht: Mamiwata-Eröffnungsreise

Ein gelungener Start auf den Kapverden!

Unsere Online Marketing Managerin Anna Lena hat die Eröffnungsreise des Mamiwata ECO VILLAGE Anfang Oktober begleitet. Hier berichtet sie von ihren Eindrücken und Erlebnissen.

Das Logo des Mamiwata ECO VILLAGE an einer Wand
Willkommen!
Blick auf den Atlantik vom Öko-Hotel Mamiwata
Ausblick vom Mamiwata ECO VILLAGE

„Beim Kapverden-Spezialisten REISEN MIT SINNEN arbeiten und noch nie vor Ort gewesen sein? Das geht selbstverständlich nicht! Eine idealere Gelegenheit, das Land, die Menschen und das neu erbaute Mamiwata ECO VILLAGE kennenzulernen, gab es wohl nicht als die Eröffnungsreise des besagten Hotels. Gesagt, getan: Schon Ende September befand ich mich am Flughafen in Lissabon am Gate, an dem das Flugzeug nach São Vicente angekündigt wurde. Als ich an einer Gruppe deutschsprechender Reisender vorbeilief, die zufälligerweise auch schon Wanderschuhe anhatten, war mir klar, dass ich die Premierengäste von REISEN MIT SINNEN gefunden hatte. Eine hoch sympathische Truppe, die ich im Laufe der kommenden neun Tage noch besser kennenlernen sollte.

Im Landeanflug auf Mindelo, der Hauptstadt von São Vicente, begrüßten mich braune, sandige Hügel und, einmal ausgestiegen, eine wohltuende Wärme und Luftfeuchtigkeit, wie man sie nur in tropischen Ländern findet. An dem kleinen Flughafen mit sage und schreibe zwei Gepäckbändern wurden wir herzlich von unserem Reiseleiter Marcus Leukel in Empfang genommen. Abends hatten wir dann die Gelegenheit, uns in der Gruppe bei einem leckeren kapverdischen Abendessen mit passender Live-Musik näher kennenzulernen. Ich schwärme immer noch von dem frischen Fisch!

Blick von Santo Antão über das Meer nach São Vicente
Blick von Santo Antão nach São Vicente
Eine Straße aus Kopfsteinpflaster inmitten von grüner Natur
Die alte Bergstraße auf Santo Antão
Eine Info-Tafel auf Santo Antão
Die Info-Tafel am Cova-Krater - ganz schön neblig!

Am nächsten Tag ging es direkt weiter zur nächsten Insel, auf der sich der Hauptgrund unserer Reise befindet: das Mamiwata ECO VILLAGE auf Santo Antão. Nach einer amüsanten Fährfahrt mit einigem Seegang und tiefblauem Wasser wurden wir von Nicolin, unserem Wanderguide, abgeholt. Er fuhr mit uns die alte Bergstraße hinauf, die komplett aus Kopfsteinpflaster besteht. In ihrem Verlauf hielten wir mehrfach an, weil der Ausblick einfach zu atemberaubend war, um ihn einfach an uns vorbeiziehen zu lassen. Es hatte ein paar Wochen vorher starke und sehr untypische Regenfälle vor Ort gegeben, sodass die Landschaft ungewöhnlich grün war. Kein Wunder, bei dem fruchtbaren Boden – Santo Antão ist schließlich eine aus Vulkanen entstandene Insel. Oben auf dem Pass angekommen, fanden wir uns plötzlich vollkommen in Nebel gehüllt. Vom Cova Krater, an dem wir vorbeifuhren, konnten wir leider nichts erkennen. Dafür aber das etwas tiefer gelegene atemberaubende Tal Ribeira Grande umso intensiver. Hier profitierten wir vom Nebel, da sich die Sonnenstrahlen ihren Weg hindurch kämpfen mussten, sodass wunderschöne Lichtmuster im Tal zu erkennen waren. Nach mehreren Stunden Fahrt, die wie im Flug vergingen, sahen wir dann erstmals die von der Abendsonne angestrahlten Gebäude des Mamiwatas an der Steilküste.

Blick auf das Tal Ribeira Grande auf Santo Antão
Das Tal Ribeira Grande auf Santo Antão
Das Logo des Mamiwata ECO VILLAGE an einer Wand
Im Mamiwata angekommen

Nach einer herzlichen Begrüßung durch unseren Gründer und Geschäftsführer Kai Pardon, der das Hotel gemeinsam mit zwei weiteren Partnern gebaut hat, nahmen wir ein leckeres Abendessen zu uns. Danach schlief ich in meinem gemütlichen Zimmer mit Meerblick, erschöpft von den vielen neuen Eindrücken und vom allgegenwärtigen Meeresrauschen begleitet, ein. Der nächste Morgen begann für mich weniger gut, da ich mir einen Infekt eingefangen hatte, so dass ich die für diesen Tag vorgesehene Wanderung nicht mitmachen konnte. Schade, denn mir wurde berichtet, dass sie sehr abwechslungsreich und spannend gewesen sei.

Das Frühstück im Mamiwata besteht ausschließlich aus regional angebauten Produkten. So findet ein für die Kapverden typischer Ziegenkäse seinen Platz auf dem Tisch genauso wie frisch gebackenes Brot, frisches Obst und ein täglich wechselnder Saft. So gestärkt starteten wir in den Tag und unternahmen eine Führung durch das ECO VILLAGE, natürlich von Kai Pardon selbst geleitet. Er zeigte uns den Pool, der vollkommen ohne chemische Reinigungsmittel auskommt, den „Adlerhorst“, so der augenzwinkernde Arbeitstitel eines über der Anlage thronenden Mehrzweckgebäudes, in dem künftig beispielsweise Yoga-Seminare stattfinden sollen, die hauseigene Photovoltaikanlage sowie die Meerwasserentsalzungsanlage. Das Hotel funktioniert vollkommen autark – wirklich beeindruckend!

Eine Gruppe Reisender steht neben einem Pool
Führung durch das Mamiwata ECO VILLAGE
Blick auf die Lage des Öko-Hotels Mamiwata
Mamiwata-Panorama
Blick auf die Fotovoltaikanlagen des Öko-Hotels Mamiwata
Die hoteleigene Photovoltaikanlage

Auf den Hängen neben der Photovoltaikanlange wachsen Weinstöcke, aus denen in den nächsten Jahren hauseigener Wein gekeltert werden wird. Am Abend „mussten“ wir uns mit dem kapverdischen Fogo-Wein „zufriedengeben“, der am Rande des Vulkans Pico auf der Insel Fogo angebaut wird. Wir erhielten nämlich eine Weinprobe vom Hotelmanager und ausgebildeten Sommelier Virgilio, der uns die Welt des kapverdischen Weins näherbrachte. Kleine Häppchen aus der Küche, die wunderbar zu den ausgewählten Weinen passten, rundeten das Erlebnis ab.

Eine Weinprobe auf Santo Antão
Weinprobe mit leckerem Fogo-Wein

Am nächsten Tag ging es los – die lang ersehnte Küstenwanderung entlang von Eselspfaden von Chã de Igreja nach Cruzinha begann. Ich, nicht sonderlich wandererfahren, hatte gehörigen Respekt vor der sechsstündigen Wanderung bei ständigem bergauf und bergab. Aber siehe da – es gab keinen Tag auf den Kapverden, den ich so sehr genossen habe, wie diesen. Zur Rechten die unwirklich scheinenden Felsklippen, die spannende Formationen bildeten, und zur Linken der tiefblaue Atlantik, der nicht nur wild unter uns toste, sondern immer wieder auch für erfrischenden Wind sorgte. Über Kopfsteinpflaster wanderten wir bergauf und bergab, so wie es die kapverdischen Bauern schon seit vielen Jahrzehnten mit ihren Eseln taten. Bilder können die wunderschöne Landschaft und jedes neue Panorama, das sich nach jeder kleinsten neuen Einbiegung bot, eigentlich gar nicht wiedergeben. Auf dem Weg begegneten wir lediglich einer kleinen französischsprechenden Reisegruppe. Das große Finale der Wanderung, das mir persönlich viel abverlangt hat, waren die 200 Hm hoch nach Cruzinha, die sich in Serpentinen hochschlängelten. Am Ende sprühte ich vor Endorphinen und war stolz, auch diesen Teil geschafft zu haben.

Eine Wanderin wandert entlang der Küste auf Santo Antão
Über Stock und Stein
Wanderer machen eine Pause
Kurze Pause in atemberaubender Landschaft
Kai Pardon streichelt einen Esel
Unterwegs auf "alten" Eselspfaden
Ein Küstenwanderweg auf Santo Antão
Grünes Panorama
Ein Wanderweg schlängelt sich über dem Meer hoch
200 Hm - ein steiler Aufstieg

Am Folgetag fuhren wir mit unserem kleinen Reisebus über die Insel und machten einen Stopp im Paúl-Tal, in dem wir an zahlreichen Bananen-, Papaya- und Brotfruchtbäumen sowie Zuckerrohr- und Kaffeepflanzen vorbeiwanderten. Die Vegetation in diesem grünen Tal ist schier atemberaubend. Zwischendurch machten wir Halt bei einer Familie, die Kaffee aus Eigenanbau verkaufte – ein Genuss! Ein köstliches Mittagessen erhielten wir nach unserer kleinen Wanderung im O Curral, einer Pension und Restaurant, das von einer Deutschen geführt wird, die auf Santo Antão vor vielen Jahren ihre Heimat gefunden hat. Alle Produkte, die dort verwendet werden, werden an den Hängen des Paúl-Tals angebaut und liebevoll verarbeitet.

Reisegäste blicken sich im Paúl-Tal um
Im Paúl-Tal
Eine Gruppe Wanderer läuft durch grüne Vegetation
Wanderung durch grüne Vegetation

Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen vom traumhaften Mamiwata, den zerklüfteten Bergen von Santo Antão und der allgegenwärtigen Meeresbrise. Danke Cabo Verde, du hast in mir einen neuen Fan gewonnen!“

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