Reisebericht Sri Lanka, August 2025
Auf Basis der Individualreise “Sommerliches Laissez-faire”
Nach dem langen Flug Frankfurt-Dubai-Colombo empfing uns unser Guide am Terminal, um uns ins erste Hotel Green Escape Boutique in Unawatuna zu fahren. Am ersten Morgen unserer Sri-Lanka-Reise stand gleich eine wunderschöne Radtour durchs Dorf an, die erste King-Coconut erfrischte uns herrlich. Nachmittags besuchten wir eine sehr kleine Schildkrötenfarm und liefen entlang der Mauern der Stadt Galle, wo wir den Leuten beim Drachensteigen zusahen. Vom Fort hat man eine schöne Aussicht aufs Meer und in die Stadt. Typisches Abendessen in den Gassen der Altstadt.
Am folgenden Tag fuhren wir nach Udawalawe zum Elephant Transit Home zur Elefantenfütterung. Ein kleines Museum informierte uns über vieles aus dem Leben der Elefanten. Die Übernachtung im Kottawatta Village mit open-air-Badezimmer war schon besonders, v.a. als ein Waran zu Besuch kam. Entspanntes Chillen am Pool (Kinder) und ein kleiner Spaziergang (Eltern) mit Beobachten von Flughunden an einem Baum und ein Krokodil im Flussbett rundete den Tag ab.
Dann verbrachten wir einen Tag mit der Safari im Udawalawe-Nationalpark. Hierfür standen wir vor Sonnenaufgang auf, um dann bei der Parköffnung gleich da zu sein. Im Nationalpark gab es einige Krokodile am Wasserrand und eine Elefantenherde zu sehen, die ganz nah an die Autos rankam.
Weiter gings Richtung Ella. Am Wegesrand konnten wir bei einem Straßenverkauf Rambutan- Früchte genießen. Da unser kleiner Bus nicht mehr ansprang, hatten wir eine ungeplante Pause. Schön zu beobachten, wie fremde Menschen zum Helfen kamen und unser Auto mittels zwei anderen Tuk-Tuks überbrückt wurde. Schließlich in Ella spazierten wir zur Nine-Arch-Bridge und auf den Little Adams Peak rauf, eine schöne Aussicht, aber auch viel Trubel auf dem Berg mit kleinem Freizeitpark-Angebot.
Am folgenden Morgen standen wir sehr früh auf und fuhren mit einem Picknick-Paket über die Stadt Nurawa Elya zu den Horton-Plains, ein Nationalpark zum Wandern. Eine Einlasskontrolle sortierte jedwedes Plastik aus unseren Rucksäcken aus, es darf kein Fitzelchen mit reingenommen werden. An anderen Orten war sonst immer Müll auf dem Weg zu finden. Nach der Wanderung vorbei am „Worlds End“ und einem Wasserfall (dort trafen wir eine Familie aus Sri Lanka mit denen wir unser Frühstückspicknick teilten) kamen wir nach der Rückfahrt wieder ins Hotel.
Tags darauf nahmen wir den Zug von Bandarawela nach Nanu Oya, in der 3. Klasse hatten wir reservierte Plätze und ein fast leeres Abteil. Während der Zugfahrt hatten v.a. die Kinder viel Spaß daran, sich (vorsichtig) aus der offenen Tür zu lehnen.
Am Bahnhof in Nanu Oya nahm uns unserer Fahrer wieder in Empfang und weiter ging es nach Kandy. Auf dem Weg besuchten wir eine Teeplantage/Fabrik mit kurzer Teeverkostung und Teeverkauf nach einer Führung. In Kandy war zu dieser Zeit das Esala Perahera Festival, das größte buddhistische Fest zu Ehren des Zahns Buddhas. Ein riesiges Spektakel an geschmückten Elefanten und Tänzern umgeben von großen Menschenmengen an den Straßen, es war sehr beeindruckend, v.a. in dieser Vollmondnacht!
Am nächsten Vormittag statteten wir dem Zahntempel einen Besuch ab, um dann dort auf dem Vorplatz die erneuten Vorbereitungen für einen kleineren Umzug mitzuverfolgen: Die Elefanten wurden gewaschen und mit glitzernden Decken behängt, direkt vor unseren Augen. Und auch die Prozession am Nachmittag nochmal zu sehen, wurde nicht langweilig. Es gab so vieles zu bewundern. Gut, dass wir keine Sitzplätze gekauft hatten, so waren wir mit Einheimischen unmittelbar am Straßenrand zusammen.
Als Kontrastprogramm war der nächste Aufenthalt in Digana auf der Tamarind Gardens Farm sehr ruhig und beschaulich. Das sehr nette Gastgeberehepaar begleitete uns durchs Dorf, wo wir unter anderem eine Frau beim Herstellen von Räucherstäbchen beobachten konnten. Abends durften wir beim Kochen in der Küche mithelfen und gewannen so einen Einblick in die sri-lankische Küche. Ein gemeinsames Caroom-Spiel rundete diesen Besuch vollends ab.
Am zehnten Tag fuhr uns der Fahrer nach Dambulla zu den Höhlentempeln, eine Sehenswürdigkeit, die nicht fehlen darf. Übernachtung im Nice Place Hotel, das günstig gelegen war für den nächsten Ausflug auf den Sigiriya. Da hat sich das frühe Loskommen um 8 Uhr sehr gelohnt, danach wurden die Warteschlangen an der Aufstiegstreppe immer länger. Der Ausblick und die Atmosphäre dort oben sind beeindruckend. Aber noch beeindruckender fanden wir die nachmittägliche Fahrt auf einem Flussarm in einem Fischerboot. Der direkte Austausch mit der Fischersfamilie ist uns sehr nachhaltig in Erinnerung geblieben. Das Essen, welches vor unseren Augen zubereitet wurde, war auch sehr schmackhaft.
Weiter folgte tagsdarauf noch eine Radtour in der antiken Stadt Polonnaruwa. Die Ruinen konnten unsere Kinder allerdings bei strahlendem Sonnenschein in der Hitze nicht begeistern.
Dafür konnten wir im Minneriya-Nationalpark auf der Safari viele Elefanten ganz aus der Nähe beobachten, zusammen mit vielen anderen Safari-Jeeps. Erstaunlicherweise schien das hohe Aufkommen und die Nähe die Tiere gar nicht zu stören.
Schließlich führte unsere Reise nach Trincomalee. Dort bestiegen wir einen Katamaran, der die folgenden zwei Nächte unser Zuhause war. Die Crew verwöhnte uns mit tollem frisch gekochtem Essen und die Zeit verging schnell mit Beobachten der Delphine oder schnorcheln, baden oder einfach aufs Meer schauen. Eine Seekrankheit bei kurzfristig hohen Wellen überkam einen Teil von uns, war aber mit Reisekaugummi schnell behoben.
Die letzten Tage ließen wir am Niaveli-Strand im Trincomalee Ocean Front Condos ausklingen. Dort konnten wir unsere vielen Eindrücke etwas verarbeiten und ich fand auch Zeit für eine Ayurveda-Massage im Nilaveli Ayurveda Panchakarma Treatment & Yoga, wohin mich ein Tuk-Tuk fuhr. Bei der Rückfahrt nahm mich ein in Kanada lebendes sri-lankisches Ehepaar mit.
Lustig war am Strand das Treiben der einheimischen Touristen anzusehen, wie sie am Wasser in großen Gruppen/Familien zusammen viel Spaß hatten und uns fröhlich begrüßten. Während die europäischen Touristen nur vereinzelt und ganz ernsthaft badeten.
Die allerletzte Nacht verbrachten wir in der Ging Oya Lodge in Waikkal, Nähe Flughafen. Dort wurden wir nochmal richtig verwöhnt, ein sehr schönes Ambiente, und sehr entspannend. Völlig unkompliziert konnten wir direkt vom Hotel aus ein Kanu besteigen und selbst den Fluss erkunden. Noch eine kurze Fahrt mit einem Tuk-Tuk nach Negombo für einen Café-Besuch, Stippvisite am Strand und die letzten Einkäufe, dann ging es nach Hause.
Eine sehr lebendige Reise, mit vielen Begegnungen, tollen Erlebnissen und vielfältigen Eindrücken. Wir werden noch lange davon zehren und ich kann mir gut vorstellen, wieder nach Sri Lanka zu kommen.
Wenn Sie nun ebenfalls Lust bekommen haben, Sri Lanka individuell zu erkunden:
Bei Fragen helfen wir Ihnen gerne weiter – melden Sie sich einfach direkt bei unseren Reise-Experten, telefonisch oder per E-Mail.
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