Reisen mit Sinnen
29.12.2021

Tipps für Inselhüpfen: Kapverden und Azoren

Welche Inseln passen zusammen?

Für Inselfans, die im Urlaub gerne mehr als nur ein Eiland kennenlernen möchten, bilden Archipele ein ideales Ziel. Meist liegen die einzelnen Inseln nicht so weit auseinander und sind logistisch oft gut aneinander angebunden. Die Kapverden und die Azoren gehören für uns als Makaronesien-Spezialisten zu den absoluten Tipps fürs Inselhüpfen. Beide Atlantik-Archipele überzeugen durch die große Vielfalt der einzelnen Inseln, was das Erkunden mehrerer geradezu zur Pflicht macht. Auf den Kapverden ist jedes der Eilande, neun bewohnte und mehrere kleine unbewohnte, eine Welt für sich – trotz des gemeinsamen Ursprungs durch Vulkanausbrüche in grauer Vorzeit. Während auf der einen eindrucksvolle Felslandschaften mit anspruchsvollen Wanderrouten den Charakter prägen, begeistern auf der nächsten die endlosen Strände und auf einer dritten die kulturellen Sehenswürdigkeiten Reisende.

Bei den portugiesischen Azoren, die ebenfalls auf vulkanische Aktivität zurückgehen, verhält es sich ähnlich ‑ sogar, was die Anzahl der Inseln betrifft: Unter den neun größeren und mehreren kleineren Eilanden finden sich sowohl üppig grün bewachsene als auch felsig karge mit schwarzen Sandstränden. Damit die Reise nicht stressig wird, sollte man bei einer normalen Urlaubsdauer von rund zwei Wochen – egal für welches Archipel man sich entscheidet – nicht mehr als vier Inseln einplanen. So bleibt neben dem aktiven Entdecken noch ausreichend Freiraum für Entspannung.

Tipps für Inselhüpfen auf den Kapverden

Um einen guten Überblick über die Kapverden zu erhalten, ist die Kombination aus den beiden nördlichen Inseln São Vicente und Santo Antão mit den beiden südlichen Inseln Santiago und Fogo ein idealer Tipp für das Inselhüpfen. Während zwischen São Vicente und Santo Antão eine gute Fährverbindung besteht, erreicht man die anderen Inseln am besten per Flieger. Internationale Flughäfen für die An- und Abreise von den Kapverden befinden sich auf São Vicente und Santiago.

Das Highlight auf dem trockenen, felsig-schroffen São Vicente besteht aus der „heimlichen Hauptstadt“ des Archipels Mindelo. Der lebhafte Hafenort fesselt besonders durch seine ausgeprägte Musikszene. Aber auch die historische Kolonialarchitektur, bunte Märkte und die spannende Zusammensetzung der Bevölkerung begeistern Besucher. Das benachbarte Santo Antão mit seiner bizarr zerklüfteten Bergwelt schätzen insbesondere Wanderer. Beeindruckende Felsmassive wechseln mit üppigen, tropischen Tälern ab, unterhalb spektakulärer Steilküsten befinden sich malerische Küstenorte und schöne Strände. Santiago besticht mit seiner noch besonders stark ausgeprägten afrikanischen Kultur und Tradition. Auf der größten der Kapverdischen Inseln liegt auch die Hauptstadt des Archipels Praia. Zudem lohnt ein Besuch in Cidade Velha. Das frühere Zentrum des Sklavenhandels gehört heute zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die „Feuerinsel“ Fogo erhebt sich als ein majestätischer, ebenmäßiger Vulkankegel aus dem Atlantischen Ozean. Sein Gipfel, der Pico do Fogo, stellt mit knapp 2.830 Metern die höchste Erhebung der Kapverden dar. Wer den Pico einmal bestiegen hat, wird dieses Erlebnis so schnell nicht wieder vergessen.

Tipps für Inselhüpfen auf den Azoren

Wer die Azoren noch nicht kennt, erhält durch die Kombination der Hauptinsel São Miguel im Südosten mit den Zentralinseln Terceira, Pico, worauf sich mit dem gleichnamigen Vulkan der höchste Berg Portugals befindet, und Faial einen guten ersten Eindruck von dem Atlantikarchipel. Eine empfehlenswerte Route für eine logistisch gute Verbindung der Inseln startet auf Terceira, das von Deutschland aus direkt oder über Lissabon angeflogen wird. Der Hauptort Angra do Heroísmo ist die älteste Stadt der Azoren und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die schachbrettartig angelegte Altstadt beeindruckt mit ihren prächtigen Bürgerhäusern sowie ihrem Dom und vielen farbenfrohen Kirchen und Kapellen. Reisende sollten darüber hinaus unbedingt die spektakuläre, bis in hundert Meter Tiefe hinabreichende Vulkanhöhle Algar do Cavão besuchen. Mit dem Flugzeug geht es weiter nach Pico. Wenn Sie gerne wandern, erklimmen Sie den mit 2.352 Metern höchsten Berg der Azoren und ganz Portugals. Tierfreunde schließen sich einer Whalewatching-Tour an und Genussmenschen sollten die hiesigen Weine verkosten, da die vulkanische Erde besondere Geschmacksnoten erzeugt. Von Pico lässt sich ein Ausflug mit der Fähre auf die Nachbarinsel Faial unternehmen. Das Eiland ist in Teilen erst in den 1950er-Jahren durch eine Eruption entstanden, sodass Besucher hier sehr anschaulich nachvollziehen können, was vulkanische Aktivität bewirken kann. Ein weiterer Flug verbindet Pico mit São Miguel. Mit Ponta Delgada befindet sich hier die Hauptstadt des Archipels. In der hübschen Altstadt finden sich noch viele Gebäude aus der Kolonialzeit, die teilweise barock überarbeitet wurden. Auch das spektakuläre Vulkangebiet mit seinen heißen Quellen und Kraterseen sollten sich Gäste nicht entgehen lassen. Außerdem wartet São Miguel mit schönen Stränden auf, wo man zum Abschluss der Reise noch mal richtig entspannen kann, bevor es auf den Heimflug geht.

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